Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

06. Februar 2012

Manfred Wössner ist Ehrenmitglied

Der stellvertretende Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins gibt seinen Posten ab, bleibt aber Helfer der Dienstagsgruppe.

  1. Manfred Wössner (Mitte mit Ehefrau Rosemarie) wurde vom stellvertretenden Bürgermeister Otto Frey (links) und Joachim Müller-Bremberger für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt, nachdem er als stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins seinen Hut nahm Foto: Markus Zimmermann

DENZLINGEN. Mit dem Rückenwind aus einem erfolgreichen Vereinsjahres geht der Heimat- und Geschichtsverein das Jahr 2012 an. "Das große Veranstaltungsprogramm hat sehr viel Resonanz gefunden, was neue Mitglieder zu uns geführt hat, sich auf die Kasse positiv auswirkte und vor allem aber auch für die zukünftigen Aufgaben motiviert", erklärte der Vorsitzende Joachim Müller-Bremberger anlässlich der Jahreshauptversammlung am Freitagabend.

"Wir wollen die Politik des Vereins fortsetzen und intensivieren, gemeinsam mit anderen, gleichgesinnten Vereinen zusammenzuarbeiten", formulierte Müller-Bremberger eine der Zukunftsaufgaben. Daneben seien schon zahlreiche Veranstaltungen fürs angelaufende Jahr geplant. Dabei klingt manches martialisch. Unter dem Titel "Unruhen, Ketten, Schläge" wird sich ein Themenabend alten Uhren widmen, unter dem Motto "Schießen wie im Mittelalter" sind vor allem Kinder zu einer Gemeinschaftsveranstaltung mit der Schützengilde eingeladen. Gemeinsam mit dem Schwarzwaldverein geht es auf Erkundungstour entlang des Urgrabens vom Sägedobel bis ins Suggental. An der Reaktivierung des Gaus-Hauses und der Nutzung als Museum werde weiter gearbeitet.

Werbung


Der Keller im Höllgässle soll ebenso für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wie das Heimethues, wobei daran gedacht sei, am Vorabend des "Tags der Heimat" anlässlich des Bulldogtreffens auch für die Allgemeinheit zu bewirten. "Die Museumsscheune wollen wir an mehr Tagen öffnen", so Müller-Bremberger. Angedacht sei als Versuch der Ostermontag. Im Herbst werde ein besonderes Experiment stattfinden. Der Storchenturm soll für eine begrenzte Zahl von Besuchern an einem Abend ganz im Zeichen von Kultur und Kulinarik stehen.

"Über die Grabungsergebnisse bei St. Severin wird ein Vortrag am 21. März in der Rocca informieren", ergänzte Dieter Ohmberger. Vom 30. Juli bis 24. August werde bei der Ruine der Kapelle auf dem Mauracher Berg wieder ein studentisches Grabungsteam auf Spurensuche gehen.

Parallel soll die bestehende landwirtschaftliche Sammlung weiter gepflegt werden. Und auch die Betreuung der Störche wird fortgeführt, wofür vor allem der Name Manfred Wössner steht. Er wurde im Rahmen der Versammlung als stellvertretender Vorsitzender verabschiedet, wobei Bürgermeisterstellvertreter Otto Frey die Gelegenheit wahrnahm, Wössners Verdienste für die Bürger der Gemeinde nochmals hervorzuheben. Mehr als 40 000 Stunden habe sich Wössner in verschiedenen Vereinen engagiert und an vorderster Front Verantwortung getragen.

Als Denzlinger der "Heimatpflege" zugewandt, sei es für ihn selbstverständlich gewesen, 1994 mit zu den Gründungsmitgliedern des Heimat- und Geschichtsvereins zu gehören und von 2002 an als Kopf der Dienstagsgruppe und Museumsführer maßgeblich Verantwortung für eine Sammlung zu übernehmen, die er schon seit den 80er Jahren mit zusammengetragen hatte.

Bereits während seiner Tätigkeit als Chef des Bauhofs habe Wössner Blick und Instinkt für Erhaltenswertes bewiesen. "Menschen wie Dich brauchst es in der Gesellschaft", würdigte Otto Frey ein überaus vorbildliches Engagement.

"Ich habe gerne mitgearbeitet, mit 40 Jahren Vorstandsarbeit aber keine arge Lust mehr, an vorderster Front verantwortlich zu sein", erklärte Manfred Wössner, weshalb er nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender zur Verfügung stehe. Dies bedeute aber nicht, dass er dem Verein verloren gehe, nicht weiter mitarbeite. Im Verein wird Manfred Wössner zukünftig Ehrenmitglied sein, was die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes einstimmig beschloss. Er ist damit nach Georg Furrer der zweite, dem diese Ehre zuteil wird. Wössner Verdienste seien auch mit getragen von seiner Frau, schloss Müller-Bremberger in die Ehrung auch Rosemarie Wössner ein. Wössners Vorstandamt übernimmt für ein Jahr Dieter Ohmberger. Neu im Vorstand ist als Beisitzer Rainer Lege, der sich auch als Bindeglied zwischen Vorstand und Dienstagsgruppe versteht.

Verdient gemacht hat sich Roland Zimmermann um die Internetpräsenz des Heimat- und Geschichtsvereins. Die Vereins-Homepage ist seit einigen Tagen erreichbar.

Satzungsänderungen aufgrund der sich entwickelten Vereinspraxis und der 2011 beschlossenen Namensänderung wurden einstimmig beschlossen.

Im Internet ist der Denzlinger Heimat- und Geschichtsverein zu finden unter http://www.hugv-denzlingen.de

Autor: Markus Zimmermann