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06. September 2013

Mit alten Bulldogs zum Dreschen

Denzlingens Heimat- und Geschichtsverein organisiert am Samstag ein Traktorkorso und am Sonntag den Tag der Heimat.

  1. Bei Siegfried Buderer (von links), Elke Fehrenbach, Ruth Nübling und Holger Knöller laufen die Fäden der Organisation des Tags der Heimat rund ums Heimethues im Unterdorf zusammen. Foto: Helena Kiefer

DENZLINGEN. Nach dem Fest ist vor dem Fest. "Eigentlich beginnt unsere Arbeit gleich, wenn alles beim Tag der Heimat abgebaut ist", erklärt Elke Fehrenbach, die gemeinsam mit Ruth Nübling, Holger Knöller und Siegfried Buderer das Organisationsteam des Heimat- und Geschichtsvereins für das Traditionsfest beim Heimethues bildet. Das Fest, bei dem sich die Besucher in fröhlicher Runde treffen, ist für die Menschen dahinter ein echter Kraftakt, der noch neben der Berufstätigkeit geleistet werden muss.

"Die Aufgaben sind klar verteilt, wenn wir uns dann im Juni das erste Mal vor dem neuen Fest wieder zusammensetzen", so Elke Fehrenbach. Sie ist für alles zuständig, was mit der "warmen Küche" zu tun hat. Das fängt an mit den Kontakten zu Bäcker und Metzger, wobei sich die Bestellungen durch die Möglichkeit des Mailverkehrs deutlich erleichtert haben. "Bis man früher die richtigen Leute am Telefon hatte, war schon wertvolle Zeit verstrichen", betont sie. Sie muss jedoch nicht nur dafür sorgen, dass genügend auf dem Teller ist, sondern auch, dass Teller und Besteck bereitstehen. "Letztlich geht es auch darum, genügend Helfer zu organisieren, die schon im Vorfeld das Besteck in Servietten wickeln oder 30 Kilo Zwiebeln schälen", konkretisiert Elke Fehrenbach ihre Aufgaben.

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Ohne zahlreiche Helfer geht es nicht, aber auch nicht ohne die, die den Karren ziehen und organisieren, wer, wann, wo steht und welche Aufgaben übernimmt. Dass sie dafür auch noch ihren Urlaub verkürzt, ist für sie selbstverständlich.

Ruth Nübling verlässt sich lieber noch auf die traditionelleren Kommunikationswege. Dabei telefoniert sie nicht nur mit jedem der rund 35 Teilnehmer am Bulldogtreffen, sondern auch noch mit 50 bis 60 potenziellen Kuchenbäckerinnen und Bäckern. Die Fäden für den Corso und die Ausstellung der historischen Traktoren laufen bei ihr ebenso zusammen, wie für die kalten Speisen, Kaffee und Kuchen. "Ich muss nicht nur nachfragen, wer wieder mitmacht, sondern auch noch für jedes Fahrzeug ein Datenblatt erstellen", erklärt sie zum Themenbereich historische Fahrzeuge und ist froh, dass andere ihr die Anträge für die Straßensperrung abnehmen. Die Vorbereitung der Salate – ob Grün- oder Wurstsalat – findet bei ihr im Garten unterm Nussbaum statt. Ein Synergieeffekt der Vorbereitung; Zwiebeln für Bratwürste und Salat werden gemeinsam geschnitten. Kaffee und Milch im Vorfeld in großen Mengen einzukaufen, ist selbstverständlich. Da ist die Einteilung von zwei Schichten für die Salat- und Kuchentheken deutlich aufwendiger. "Es reicht", kann sich Ruth Nübling über Arbeit im Vorfeld des Festes, bei dem sie auch noch für den Blumenschmuck zuständig ist, nicht beklagen.

Für das Aufstellen der Buden und des Festzeltes, die zur Bewirtung notwendig sind, sorgt Siegfried Buderer, der Mann für das Handwerkliche. Kein Wunder, der gelernte Zimmermann weiß anzupacken. Bei Holger Knöller muss "unterm Strich" etwas rauskommen, ist er doch Kassenwart des Heimatvereins und sorgt mit Hartmut Nübling für Getränke, Kassenbons, Wechselgeld für die Bedienungen und die Wechselkassen in den Buden. Mit Rainer Lege, der für ein einheitliches Logo gesorgt hat, sind in diesem Jahr auch erstmals "Zehntelegläser" als Andenken zum Tag der Heimat im Verkauf.

Programm: Bereits am Samstag startet um 16.30 Uhr der Bulldogkorso, anschließend Fassanstich (18 Uhr) auf dem Dorfplatz am Heimethues.

Das Fest mit Bewirtung zum Tag der Heimat geht am Sonntag, 11 Uhr, weiter mit musikalischer Umrahmung. Themen aus den alten Zeiten sind das Dreschen (14 und 16 Uhr) sowie Waschtag (15 Uhr); Führungen im Storchenturm (14 und 16 Uhr) und Holzschiffleregatta (18 Uhr).

Autor: Markus Zimmermann und Helena Kiefer