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10. Oktober 2014 16:23 Uhr

Film über Ausgrabungen

Mit dem Quadrokopter über die St. Severinskapelle

Dank eines Minihubschrauber liefert ein Filmemacher einzigartige Bilder von der Ruine einer Kapelle bei Denzlingen. Dazu erzählen Archäologen, was sie auf dem Mauracher Berg alles entdeckt haben.

  1. Bei den Infoveranstaltungen auf dem Mauracher Berg ist das Interesse der Denzlinger immer sehr groß. Foto: Max Schuler

Die Kamera fliegt auf die Ruine am Mauracher Berg zu. Dramatische Musik ist zu hören. Beim Flug durch das Portal nimmt die Geschwindigkeit zu. Dann, im Inneren der Kirche, kippt das Bild nach vorne, man sieht Gräber und Mauerreste. Plötzlich geht es höher und höher, bis der Zuschauer einen Überblick auf die gesamten Ausgrabungen in Denzlingen hat.


YouTube: Dokumentation über die Ausgrabungen Mauracher Berg

Hans Jürgen van Akkeren hat einen Film gedreht über die Forschung an der St. Severinskapelle. Zur Hilfe nahm der ehrenamtlich Beauftragte der Archäologischen Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Freiburg einen Quadrokopter, einen ferngesteuerten Minihubschrauber mit vier Propellern. Daran hat er eine Kamera geheftet.

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Dank dieser Technik sind ihm Aufnahmen gelungen, die man sonst nur mit einem Kamerakran hinbekommen dürfte. Der Zuschauer erhält dadurch einen guten Überblick und hat das Gefühl, im nächsten Moment nur knapp unter den Baumwipfeln entlang zu schweben.

Informativer Einstieg in die Grabungen

Der Filmer lässt auch die Hauptakteure der Ausgrabungen zu Wort kommen: Mittelalterarchäologe Sebastian Brather, Historiker Dieter Geuenich und Ausgrabungsleiter Benjamin Hamm. Sie erklären, was die Archäologiestudenten der Uni Freiburg seit 2011 in Denzlingen alles entdeckt haben und ordnen die Funde auch ein. Darunter sind etliche Skelette des angrenzenden Friedhofs, aber auch Mauerreste, die auf die wechselvolle Geschichte der heutigen Ruine hindeuten.

Für jeden, der sich für die Ausgrabungen in Denzlingen interessiert, bietet der 13-minütige Film – siehe oben – einen guten und informativen Einblick in ein Stück Heimatgeschichte. Wer sich weniger für die archäologischen Deutungen und freigelegte "Mörtel-Bruchsteinverfüllungen" begeistern kann, der wird zumindest mit beeindruckenden Kameraflügen belohnt.

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Autor: max