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24. März 2015

Viele volle Müllsäcke

Bei der Ortsputzete des Denzlinger Geschichtsvereins haben auch etliche Jugendliche mitgeholfen.

  1. Mit der Kneifzange auf Streifzug in Denzlingen. Foto: Rebecca Kiefer

DENZLINGEN. Zum dritten Mal hatte der Denzlinger Heimat- und Geschichtsverein zu einer Dorfputzete aufgerufen, daran beteiligte sich auch der Jugendgemeinderat. Auch regelmäßige Besucher des Jugendtreffs halfen beim Einsammeln. Die Helfer wurden von Bürgermeister Markus Hollemann im Ratssaal begrüßt. "Sprechen Sie ruhig Leute an, wenn sie Müll hinterlassen. Setzen Sie sich für die Umwelt ein", machte Hollemann den Helfern zum Auftakt Mut.

Mit einer langen Müllzange, Handschuhen und blauen Säcken bewaffnet machten auch Sophie und Katharina bei der Aktion mit. Sie durchkämmten die Grünanlagen an der Glotter bis zum "Hirschen". Derweil waren Jugendpfleger Frank Adler und Peter Winkler an der Mühlengasse oder weitere Helfer Richtung Bahnlinie oder im Unterdorf unterwegs. Ganz alleine kniete Joachim Müller-Bremberger, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, an einem Busch beim Fußgängertunnel am Bahnhof. Er zog eine Bierflasche, einige größere Scherben und anderen Müll hervor: "Da ist wohl noch nie jemand gewesen", vermutete er, was nicht ganz stimmt, sammeln doch Bauhofmitarbeiter regelmäßig Pizzaschachteln, Dönerservietten oder Pommestüten ein. Andere Helfer durchkämmten die Einbahnstraße bis zum Bahnhof hoben viele Zigarettenstummel auf, die mit den Müllzangen nur schwer zu greifen waren.

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In der Grünanlage gegenüber vom "Grünen Baum" war Roland Zimmermann unterwegs und durchsuchte mit weiteren Helfern die Büsche nach Hinterlassenschaften. "Auch der Wettergott hat ein Einsehen und sorgt dafür, dass die angekündigte Schlechtwetterfront den Südwesten noch nicht erreicht hat ", so Zimmermann.

Zwar konnte an diesem Tag nicht das gesamte Gemeindegebiet gesäubert werden, aber anhand der vielen gefüllten Müllsäcke zeigte sich auch in diesem Jahr wieder deutlich, dass solche Aktionen durchaus sinnvoll und notwendig sind.

Auch Originelles wurde gefunden, wie zum Beispiel eine Klobrille mit Deckel. Erschreckend war das Ergebnis der Sammelaktion: ein voller Bauhoftransporter mit etwa 25 prallgefüllten Müllsäcken hatten die Teilnehmer in zirka zwei Stunden zusammengetragen. Eine gewisse Enttäuschung über den Rückgang der Sammelwilligen war aber durchaus anzumerken: So fanden sich um die 60 Teilnehmer im ersten Jahr ein, etwa 40 Freiwillige im zweiten Jahr und dieses Jahr nur etwa 25 Personen, wobei der große Anteil der Jugendlichen besonders hervorzuheben war. Als kleines Dankeschön sorgten die Landfrauen mit Ruth Nübling für ein deftiges Vesper, das von der Gemeinde gesponsert war.

Autor: Rebecca Kiefer