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23. August 2012

"Wir haben immer etwas zu tun"

Dienstaggruppe des Heimat- und Geschichtsvereins hält Sammlung im Heimethues in Schuss / Aktionstag wird vorbereitet.

  1. Geschraubt, poliert, gehämmert und gestrichen - die Dienstagsgrüppler, vorne rechts Manfred Wössner, haben immer alle Hände voll zu tun Foto: Markus Zimmermann, Markus Zimmermann

DENZLINGEN. Tätig ist die Rentnertruppe, die sich um das Heimethues und die dort untergebrachte Sammlung kümmert, das ganze Jahr über. Jeden Dienstagvormittag gibt es für die derzeit acht Mitglieder genug zu tun. Doch immer im August setzen sie zum Schlussspurt an, denn Anfang September ist traditionell der Tag der Heimat, bei dem das Ergebnis ihrer Arbeit der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Die Dienstagsgruppe ist fast so alt wie der Heimat- und Geschichtsverein selbst, der im September 1994 gegründet wurde. Knapp ein halbes Jahr später war der Kreis der Aktiven, die sich seither besonders der Museumsscheune und der Sammlung historischer Gegenstände widmen, schon zur festen Einrichtung geworden. Bereits 1986 war das Heimethues eröffnet worden, als neues Domizil für die von Rektor Georg Furrer im alten Schulhaus zusammengetragene Sammlung, die den Grundstock bildete. Sie besteht aus Gerätschaften, die die Lebens- und Arbeitsverhältnisse vergangener Zeiten darstellen.

"Am Haus und an der Sammlung gibt es immer etwas zu tun", sagt Manfred Wössner. Nach und nach werden beispielsweise die Wände der Scheune abgedichtet, denn der durch die kleinen Löcher und Ritzen eindringende Staub bereitet den Pflegern der Sammlung sehr viel Arbeit. So gehört es für Rainer Lege auch dazu, ab und an den Besen zu schwingen. Er war im Verlagswesen tätig und so lag es nahe, dass er sich bei seinem Engagement für das Heimatmuseum vor allem aber um eine angemessene Beschriftung des Sammelguts kümmert. "Anfangs habe ich gedacht, das sei schnell getan", so Lege. Doch dann hätten ihn Neugierde und Ehrgeiz gepackt. Er wollte sich mit den einzelnen Stücken intensiver beschäftigen, um sie umfassend erklären und in Zusammenhänge stellen zu können. "Ich habe dabei selbst vieles gelernt und bin fast mehr am Recherchieren als am Beschriften selbst", beschreibt er seine Arbeit. Wichtige Quelle bei seiner Suche nach Informationen ist dabei auch die Internethandelsplattform E-Bay, oft ließen sich dort ganz gute Beschreibungen finden.

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Kraftvoller zugepackt wird in der Garage der Scheune und bei sommerlichen Temperaturen auch im Hof. Metallteile an einer alten Waschmaschine werden blankpoliert, eine Mangelwalze ist schon restauriert und gleich zwei Fassdaubenhobel zieren die Wand – so wie auch Pflüge aus dem Schatten der Scheune geholt, aufgefrischt und im Außengelände aufgestellt wurden. "Viel Arbeit haben wir darauf verwendet, auf einem alten Fahrgestell einen Anhänger für den Fendt-Schlepper, der einen neuen Sitz bekommen hat, aufzubauen", erklärt Wössner.

Kommende Saison wird die Küche umgebaut

Zugleich wurde aussortiert, ausgedünnt und umgestellt. Nach dem Motto "weniger ist mehr" ließen sich die Themenbereiche besser präsentieren. Auch bleibe die Sammlung für diejenigen interessant, die sie schon kennen, wenn sie immer wieder Veränderungen erfahre. In der kommenden Saison – nach dem Tag der Heimat – soll deshalb die Küche umgebaut werden.

Doch zuvor steht noch der Jahreshöhepunkt an, bei dem das Dreschen im Vordergrund stehen soll. "Mit einem uralten Mähbinder wurde schon Korn geschnitten", so Wössner. Diese Arbeit wurde filmisch dokumentiert, so dass die Dreschvorführung am Sonntag, 9. September, ergänzt werden kann. Für Samstag, 8. September, wurde ein Korso organisiert, für den jetzt schon Teilnahmeanmeldungen von 50 Uraltschleppern vorliegen und an den sich ein Hock mit kleiner Bewirtung am Heimethues anschließt.

Am Sonntag dann wird groß aufgetischt und die Türen und Tore des Heimethueses sowie des Storchenturms werden weit offenstehen. Die kleinen Besucher dürfen wieder Nägel schlagen, Boote bauen und mit ihnen an einem Wettbewerb teilnehmen.

Autor: Markus Zimmermann