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12. Juni 2013

Zwei Storch-Babys haben den Regen überlebt

Am Dienstagmorgen wurden in Denzlingen die zwei Jungstörche beringt, die den zweitägigen Regen um den 1. Juni überlebt hatten.

  1. Im Nest auf derDebnzlinger Georgskirche hat ein Küken überlebt, das am Dienstag beringt wurde. Foto: Frank Kiefer

  2. Foto: Frank Kiefer

  3. Foto: Frank Kiefer

DENZLINGEN. Nach der regenreichen Zeit, die vielen Storchküken das Leben kostete, war am Dienstag erneut Stress im Storchennest angesagt. Sowohl auf dem Horst hoch über dem Unterdorf – auf dem Turm der einstigen Michaelskirche – wie auch im Nest auf dem Kirchenschiff der Georgskirche wurden jeweils das einzig überlebende Störchlein von Martin Kury beringt. Er stammt aus Reute und arbeitet seit Jahren für den Verein Weißstorch-Breisgau.

Zwischen Georgskirche und Pfarrhaus herrscht geschäftiges Treiben. Feuerwehrmaschinist Rudi Ganter bereitet den roten Koloss zwar nicht für eine Rettungsaktion vor, doch nutzt die Denzlinger Feuerwehrdrehleiter nicht nur, Leben zu retten, sondern auch an Stellen zu helfen, wo man nur sehr schwer hingelangt: zum Beispiel aufs Kirchendach. Die kleine Jasmin ist die einzig Verbliebene, die den Kampf gegen den Regen auf dem Horst über dem Kirchenschiff gewonnen hat.

Storcheneltern beobachten das Geschehen aus der Nähe

Nicht so die beiden Geschwister Paul und Lucas. Die Storcheneltern Gaby und Peter machen aber in dem Moment die Flatter, als der Rettungskorb mit Rudi Ganter und Martin Kury sich dem Nest nähert. Beide Vögel beargwöhnen misstrauisch das Geschehen vom Rathausgiebel aus. Behutsam greift Kury dem kleinen Storch unters Bauchgefieder,, schnappt sich das linke dünne und noch dunkle Beinchen und schließt – ruckzuck – den Ring. Das Küken bewegt auch nicht seinen noch schwarzen Schnabel; es stellt sich tot. Noch einmal kraulen Ganter und Kury der kleinen Störchin durchs Gefieder und ziehen sich nach fünf Minuten wieder vom Horst zurück. Mutter Gaby kehrt zurück, umkreist das Nest und landet, um per Schnabel den kleinen Winzling wieder zu Bewegung zu ermuntern. Doch Jasmin bleibt – noch ängstlich – liegen. Nun gesellt sich auch Storchenpapa Peter dazu, bleibt aber auf dem nahen Steinkreuz beim Horst sitzen. Noch ist Maschinenlärm zu hören.

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Das liegt daran, dass Kirchendiener Jürgen Nübling schnell zu Besen und Eimer greift, um einige der Hinterlassenschaften der Störche auf dem Kirchendach zu beseitigen. Die ganze Aktion dauert nicht länger als zehn Minuten. Dann herrscht wieder Ruhe rund um die rund 700 Jahre alte Kirche.

Zuvor hatten Rudi Ganter, Martin Kury und Manfred Wössner als eingespieltes Storchenteam die Drehleiter bereits an der Engstelle im Unterdorf zwischen Storchenturm und "Rebstock" aufgebaut, um dem kleinen Storch Jonas seinen Ring am Jungstorchenbein zu befestigen.

Autor: Frank Kiefer