Private Hochschulen

Die HKDM und Macromedia verschmelzen zur "Hochschule Macromedia"

Felix Klingel

Von Felix Klingel

Do, 13. September 2018

Freiburg

Es tut sich etwas in der Freiburger Hochschullandschaft: Zum 1. Oktober fusionieren die beiden privaten Hochschulen HKDM und Macromedia. Als Name bleibt "Hochschule Macromedia", die Marke HKDM wird somit aufgelöst.

FREIBURG. Es tut sich etwas in der Freiburger Hochschullandschaft: Zum 1. Oktober fusionieren die beiden privaten Hochschulen HKDM und Macromedia. Als Name bleibt "Hochschule Macromedia", die Marke HKDM wird somit aufgelöst. Alle dort eingeschriebenen Studierenden sollen ihr Studium ohne Einschränkungen an der neuen Hochschule fortsetzen können.

Es ist nicht ganz einfach, die Verbindungen der zwei privaten Hochschulen zu verstehen: Bisher waren die Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik (HKDM) und die Macromedia zwei eigenständige Hochschulen, die aber eng zusammengearbeitet haben. So hat die HKDM einige Studiengänge der deutschlandweit tätigen Macromedia am HKDM-Campus in der Haslacher Straße angeboten. Ein eigenes Gebäude oder eine Verwaltung hatte die Macromedia in Freiburg also bisher nicht – die zentrale Verwaltung hat ihren Sitz in München.

Verbunden sind die beiden Hochschulen durch die internationale Bildungsgruppe Galileo Global Education. Diese hat die Hochschule Macromedia in Deutschland gegründet und übernahm 2015 außerdem 90 Prozent der Anteile der HKDM. Zum 1. Oktober soll dieses etwas verworrene Konstrukt ein Ende haben: Die beiden Hochschulen fusionieren und die HKDM geht in der Hochschule Macromedia auf.

Michael Wirbel, neuer Campusdirektor der Freiburger Hochschule, sieht in der Fusion Chancen: "Wir können uns an die zentrale Verwaltung der Macromedia andocken und so effizienter und wirtschaftlicher arbeiten". Vor einem Jahr beschwerten sich Studierende der HKDM noch über die Studienbedingungen an der Hochschule (die BZ berichtete). Sie klagten vor allem über eine überforderte Verwaltung und Raumprobleme. Auch der Akkreditierungsbericht des Wissenschaftsrats kreidete der Hochschule einige Versäumnisse an.

"Ich sehe es als meine Aufgabe, die Abläufe in der Verwaltung zu professionalisieren und damit auch die Zufriedenheit der Studierenden zu verbessern", sagt Michael Wirbel, angesprochen auf diese Probleme. Auch hierbei sieht er die Fusion als Vorteil: "Ich kann auf erprobte Prozesse zurückgreifen und habe so mehr Zeit, mich um die Belange der Studierenden zu kümmern."

Bisher war an der HKDM dafür der Rektor zuständig, diesen Posten gibt es in der neuen Hochschule Macromedia nicht mehr. Statt dessen kümmert sich Michael Wirbel als Campusdirektor um alle wirtschaftlichen Angelegenheiten der Hochschule. Der 44-Jährige ist in Freiburg geboren, studierte Informations- und Kommunikationstechnik und arbeitete lange Zeit in Stuttgart als Team und Bereichsleiter im IT-Projektmanagment.

In der Verwaltung sollen keine Stellen abgebaut werden

Zurück im Breisgau hat er nun die IT gegen die Bildung ausgetauscht. Mit der inhaltlichen Gestaltung der Studiengänge hat er jedoch nichts zu tun: Dafür sind nun die Fakultäten selbst verantwortlich.

Und dann wäre da noch der Name: Aus der regional bekannten HKDM wird die deutschlandweit agierende Hochschule Macromedia. Ein Versuch vom etwas angekratzten Image der HKDM loszukommen, sei diese Namens-Rochade aber nicht, so Wirbel: "Wenn wir nicht wirklich besser werden, dann trägt sich das ganz schnell wieder nach außen", sagt der 44-Jährige. "Es geht jetzt darum, hier am Campus die Signale gehört zu haben, und professionell daran zu arbeiten, die Zufriedenheit der Studierenden zu verbessern."

An der bestehenden Verwaltung soll sich erst einmal nichts ändern, das heißt auch: Es werden keine Stellen abgebaut. "Wir sind sowieso schon dünn aufgestellt", so Wirbel. Vielmehr will die Hochschule schneller wachsen als bisher, und dann auch die Verwaltung ausbauen. Als die HKDM 2011 den Betrieb startete, rechnete sie mit einem schnelleren Wachstum. Bis dato blieb die Hochschule aber hinter den erwarteten Studierendenzahlen zurück.

Rund 330 Studierende sind es im kommenden Wintersemester an der Hochschule Macromedia in Freiburg. Denn alle HKDM-Studierende setzen ihr Studium automatisch als Macromedia-Studierende fort. Die Rahmenbedingungen fürs Studium sollen unverändert bleiben. Ebenso bleibt die Zusammenarbeit mit den Jazz & Rock-Schulen im Fachbereich Musik bestehen – an den restlichen Studiengängen soll sich zunächst auch nichts ändern.