Die Tafel hat sich bewährt

Danielle Hirschberger

Von Danielle Hirschberger

Fr, 09. November 2018

Rheinfelden

Hauptversammlung des Vereins macht die Wichtigkeit der sozialen Einrichtung deutlich.

RHEINFELDEN. "Nicht alle Menschen haben ihr tägliches Brot – und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die Tafeln sind die Brücke zwischen Armut und Überfluss, und bemühen sich mit den Warenspenden der Geschäfte sowie den Helfern für einen Ausgleich", erläuterte Ladenleiter Harald Höhn das Tafelprinzip an der Hauptversammlung.

Durch die Unterstützung von 26 Geschäften von Grenzach-Wyhlen bis Schwörstadt und 320 Helferstunden pro Woche funktioniert es. 400 Inhaber eines Ausweises dürfen den Tafelladen benutzen "Tendenz leicht steigend", sagt Höhn.

Großer Kraftakt im vergangenen Vereinsjahr war der Umzug von der Nollinger in die Friedrichstraße. "Eine gute logistische Leistung unseres Umzugsteams", informierte Vorsitzender Helmut Moser. Das neue Gebäude sei mit einem kleinen Festakt am 10. August eröffnet worden. "Wir haben jetzt einen sehr gut eingerichteten Tafelladen, der allen gesetzlichen Anforderungen wie Kühlung, Hygiene, Brandschutz und Dokumentation entspricht." Ladenleiter Harald Höhn stellte in humoriger Weise das Fahrzeug der Rheinfelder Tafel vor, so als würde der Kastenwagen selbst aus seinem Alltag erzählen. So erfuhren die anwesenden Mitglieder aufschlussreiche Tatsachen. Pro Jahr werden 80 bis 90 Tonnen Lebensmittel umgeschlagen, er fährt pro Tag 60 Kilometer, ist jetzt vier Jahre alt und 77 000 Kilometer gefahren. "Die ehrenamtlichen Fahrer, die mich bewegen, sind nicht mehr die jüngsten" meinte das Dienstfahrzeug etwa. Höhn las die Namen der sechs engagierten Herren vor.

Die Kunden kommen aus Grenzach-Wyhlen, Rheinfelden und Schwörstadt, etwa 100 bis 120 pro Verkaufstag. Die meistgebrauchten Artikel sind Öl, Zucker, Mehl, Teigwaren, Salz, Konserven aller Art, Marmelade, Honig, Schokolade (Süßigkeiten), Kaffee, Tee und Reis. Das Verhältnis Ware – Kunde sei in Rheinfelden noch in Ordnung, es würden alle angelieferten Waren verbraucht, meinte Höhn.

Höhn betonte in der Hauptversammlung die gute und wichtige Verbindung zu hiesigen Schulen und dem Jobcenter, denn mit Schülern als Praktikanten und Ein-Euro-Jobbern wird das Ladenteam personell unterstützt. "Auch bei uns gilt, der Kunde ist König", schloss Höhn seinen umfangreichen Bericht.

Die Tafel ist eine bundesweite Sozialeinrichtung, die sich im vergangenen Vereinsjahr für einen deutschlandweiten gemeinsamen Markenauftritt ausgesprochen hat. "Das bedeutet für uns eine Namensänderung und eine Namensänderung ist eine Satzungsänderung", informierte Moser. Alle Anwesenden waren mit dem neuen gemeinsamen Logo einverstanden. In Zukunft heißt der Verein "Tafel Rheinfelden", zwischen den Worten findet das bundesweit gleiche Logo Platz. Schriftführerin Silke Witthüser und Zweite Vorsitzende Monika Bödeker werden die schriftlichen Arbeiten erledigen.

Bürgermeisterin Diana Stöcker dankte der Tafel, die Menschen in schwierigen Situationen das Leben einfacher macht. "Es ist ein normaler kleiner Laden mit toll präsentierten Waren und hoch professionellem Arbeiten", lobte sie die Arbeit des Vereins und schloss mit den Worten: "Weiter so – wir brauchen Sie."

Mitglieder: 80

Kontakt: Tel. 01736690746 (Harald Höhn)