Autofahrer von der Ostbaar benötigen gute Nerven

skk

Von skk

Fr, 13. Oktober 2017

Donaueschingen

Landwirtschaftlicher Weg stellte für die Ordnungsbehörde aus Gründen der Sicherheit keine Umleitungsalternative dar.

DONAUESCHINGEN (gvo). Die Nerven der Autofahrer werden derzeit durch die vielen Baustellen in der Region strapaziert. Eine Engstelle ist derzeit die Fischerhofbrücke, die beim Aldi-Lager über die B 27 führt und nur in Richtung Stadt befahrbar ist. Die Bewohner der Ostbaar sind zu langen Umwegen gezwungen und stehen in den Hauptverkehrszeiten lange im Stau. Der Nahe Neberweg, der am Schnellimbiss im Industriegebiet über eine Brücke Richtung Aasen führt, wäre nach Ansicht von Aasener Bürgern eine Alternative.

Darauf angesprochen leitete der neue FDP/FW-Sprecher Bertolt Wagner diesen Wunsch der Bürger entsprechend an den Ordnungsamtsleiter Andreas Dereck weiter. Letzterer lehnt diesen Vorschlag aber aus Sicherheitsaspekten ab: "Der Neberweg kommt als Umleitungsstrecke nicht in Betracht. Den Ärger der einzelnen Autofahrer über die längeren Fahrzeiten können wir verstehen. Wir müssen aber bei allen verkehrsrechtlichen Anordnungen den Gesamtverkehr im Blick haben", meint Dereck.

Aber: Der Neberweg werde von Landwirten, Radfahrern und Fußgängern genutzt. Dafür sei er auch baulich ausgelegt. "Gerade im Blick auf die Radfahrer und Fußgänger kann es die Stadt nicht verantworten, dass diese schwächeren Verkehrsteilnehmer auf diesem schmalen Weg dem starken Verkehr ausgesetzt werden. Fußgänger hätten keine Ausweichmöglichkeit."

Auch eine Einbahnstraßenregelung würde das Problem nicht lösen. Denn die Einbahnstraßenregelung würde dann auch für die Radfahrer gelten. Da dieser Weg aber auch von Schülern des Fürstenberg-Gymnasiums genutzt werde, könnten diese dann nicht mehr in die Schule fahren. Die Möglichkeit, Einbahnstraßen durch ein Zusatzschild für Radfahrer in beide Richtungen zu öffnen, käme auf diesem schmalen Weg aus Gründen der Sicherheit ebenfalls nicht in Betracht, meint Dereck. In der Karlstraße habe man diese Möglichkeit im kurzen Einbahnstraßenstück geschaffen und könne trotz breiter Straße hier immer wieder kritische Begegnungen beobachten.

Dereck nennt aber auch wirtschaftliche Gründe. Allein durch immer schwerer und breiter werdende landwirtschaftliche Fahrzeuge seien die Wege belastet. Würde man den Neberweg als Umleitungsstrecke freigeben, müsste man, so ist sich der Ordnungsamtsleiter sicher, den eigentlichen Landwirtschaftsweg auf Kosten der Stadtkasse anschließend wieder teuer sanieren.