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22. März 2012

Donaueschingen baut vor

Technischer Ausschuss befasst sich mit den künftigen Baugebieten / Die Vorratshaltung hat sich seit Jahren bewährt.

  1. Wohin wächst Donaueschingen in Zukunft? Noch bildet das Lazarett auf dem Buchberg in nördlicher Richtung den Stadtrand. Die Wiese im Vordergrund ist im aktuellen Flächennutzungsplan bereits als Bauland vorgesehen. Foto: VOLLMER

DONAUESCHINGEN (vo). Die Stadt Donaueschingen kann mit wichtigen Pfunden wuchern: Mit einem schuldenfreien Kernhaushalt ist die Kommune in der Lage, jene Infrastruktur zu schaffen, die eine Stadt für junge Familien attraktiv macht: Arbeitsplätze vor der Haustür, Betreuungsplätze für Kleinkinder, ausreichend Kindergartenplätze und alle (weiterführenden) Schulen vor Ort. Und sie hat ausreichend Bauplätze und Bauplatzreserven.

Mit der Zukunft haben sich die Gemeinderäte im Technischen Ausschuss am Dienstagabend befasst. Sie nahmen mögliche Bauflächen im bis 2020 gültigen Flächennutzungsplan unter die Lupe: Ist ein problemloser und günstiger Anschluss ans Kanalnetz möglich? Ein entscheidendes Kriterium, denn eine teure Erschließung macht den Bauplatz teuer.

Stadtbaumeister Heinz Bunse hält solche Diskussionen für sinnvoll, obwohl die Stadt mit Baugebieten auf dem Akademiegelände, an der Bühlstraße oder dem benachbarten Schützenberg noch Bauplatzreserven hat. "Wir sind froh, dass wir diese Reserven geschaffen haben. Die Nachfrage ist in den vergangenen beiden Jahren enorm gestiegen. Allein am Schützenberg haben wir noch vor der Erschließung über die Hälfte der Bauplätze bereits verkauft", sagt Bunse. Die Eurokrise mag diese Flucht in die Immobilie in den vergangenen 24 Monaten bewirkt haben, doch Bunse ist lange genug im Geschäft, um den Baumarkt einzuschätzen: "Solange ich hier bin, haben wir eigentlich immer kräftig erschlossen." Deshalb sei der Blick in die Zukunft auch notwendig, um gerüstet zu sein.

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Aber wo kann die Stadt noch wachsen? Grundsätzlich verfolgt die Stadt auch aus ökologischen Gründen eine Verdichtung der Wohnbebauung in der Stadt. Deshalb habe man, so Bunse, bei der Erstellung des Flächennutzungsplans vor sieben Jahren vor allem Brachflächen innerhalb des Stadtgebiets ins Auge gefasst. Der Schützenberg ist inzwischen erschlossen und kann bebaut werden.

Im Flächennutzungsplan befinden sich aber auch noch Flächen im Bereich zwischen Siedlung und Krankenhaus: die große Wiese zwischen Fernmeldeamt und Sonnhaldenstraße, die sich noch in Privatbesitz befindet, die große Wiese zwischen Klinik und Sonnhaldenstraße oder die Fläche zwischen Bräunlinger Straße und SSC-Sportplatz. Letztere liegen zwar am Stadtrand, arrondieren aber die bestehende Bebauung. Neue Baugebiete könnten oberhalb von Lazarett und Tafelkreuz entstehen. "Es hat sich bewährt, Varianten vorzuhalten", erklärt Bunse. Damit verbessere die Stadt ihre Verhandlungsposition beim Landkauf. Pokert ein Landbesitzer zu hoch, kann die Stadt bei Bedarf auf eine andere Fläche ausweichen. Diese Praxis hält die Bauplätze noch in bezahlbarem Rahmen und macht sich beim Weiterverkauf bei den Häuslebauern positiv bemerkbar.

BAUGEBIETE IN DONAUESCHINGEN

Mit der Eurokrise ist die Nachfrage nach Bauplätzen rasant gestiegen. Derzeit können in der Kernstadt und in den Stadtteilen noch Bauplätze angeboten werden. Nachfolgend die Expansionsmöglichkeiten in Donaueschingen:

In der Kernstadt
Süße Wasen:
Im Dreiangel zwischen Bräunlinger Straße und SSC-Platz, 4 Hektar, in Bezug auf Kanalisation normal zu erschließen.
Alte-Wolterdinger-Straße: Wiese hinter dem Fernmeldeamt in Privatbesitz, 2,1 Hektar, günstig zu erschließen.
Buchberg: Nördlich des Lazaretts (links von der Straße nach Grüningen), 6,1 Hektar, normal zu erschließen.
Harzer: Nördlich vom Tafelkreuz (rechts von der Straße nach Grüningen), 4,1 Hektar, schwierig zu erschließen.
Äußere Röte: Richtung Trockental (für Gewerbe). Gelände abfallend, teuer zu erschließen. 4,3 Hektar
Killtel: Zwischen Sennhof und Stadionstraße (hinter Haus Antonius), 0,6 Hektar, günstige Erschließung.
Beim Stellplatz: Zwischen Sonnhaldenstraße und Alte-Wolterdinger-Straße: 4,2 Hektar, aufwändig zu erschließen.

In den Stadtteilen
Die Stadtteile haben alle noch Bauplätze. In Heidenhofen wird 2012 neu erschlossen; Aasen: Unter dem Graustein, Unter Kreiden, nördlich der Käppelestraße; Hubertshofen: Öhmdwiesen; Neudingen: Weiherbrünnele; Pfohren: Auf Birch, südl. Unterhölzerstraße, Aldessenrain, Unter dem Leimgraben.  

Autor: vo

Autor: bz