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08. Dezember 2014

Im Fokus des Forums

Die linke Szene und die 70er.

  1. Der Konstanzer Professor Sven Reichardt wird beim 32. Wissenschaftsforum am Donnerstag einen Blick auf die Entwicklung der Gesellschaft seit den 1970-ern werfen. Foto: Universität Konstanz

DONAUESCHINGEN. Sven Reichardt hat etwas sehr Seltenes geschafft: Der 47-jährige Professor für Zeitgeschichte an der Universität Konstanz hat ein Buch geschrieben, das nicht nur die Anforderungen seriöser Wissenschaft beeindruckend erfüllt, sondern sich auch noch, wie spannende Sachliteratur liest. Am 11. Dezember hält der Autor im Museum Biedermann den für alle Interessierten erstmals zugänglichen Festvortrag beim 32. Regionalen Wissenschaftsforum.

Reichardt hat sich umfassend mit einem wichtigen Aspekt der bundesdeutschen Kultur- und Sozialgeschichte der 1970er und frühen 1980er Jahre beschäftigt. Der theoretisch klingende Titel seiner Arbeit "Authentizität und Gemeinschaft" und der auf die damalige alternative Szene konzentrierte Blick dürfen einem die Neugier auf die Zeiten vor rund 40 Jahren nicht mindern. Denn es sind die Zeiten, die das spätere individuelle und gesellschaftliche Leben auch in ländlicheren Gegenden stark beeinflusst haben. "War die antiautoritäre Linke neoromantisch?" lautet das Thema von Reichardts Donaueschinger Vortrag. In seinem Buch verdeutlicht Reichardt überzeugend, dass eine ganze Menge von seinerzeit romantisch oder schwärmerisch anmutenden Vorstellungen in unsere Wirklichkeit eingegangen ist.

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Donnerstag, 11. Dezember, 19 Uhr, im Museum Biedermann. Veranstalter: Stiftung Wissenschaft und Gesellschaft an der Universität Konstanz.
Anmeldung: 07531 884841 bis 8. Dezember; Eintritt frei.

Autor: bz