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14. Oktober 2010
Senioren sollen an den PC
In Donaueschingen startet eine Initiative für ältere Menschen, die fit am Computer werden wollen.
DONAUESCHINGEN (bea). Immer mehr Omas und Opas suchen den Einstieg in die neue Medienwelt. Die Kompetenz, im Internet zu surfen, E-Mails zu schreiben, Texte oder Bilder zu bearbeiten und Artikel über das weltweite Netz zu bestellen oder Begriffe wie W-Lan, Beamer und Desktop sollen nicht länger ein Privileg Jugendlicher sein. Am Mittwoch startete in der Realschule ein Projekt, das Senioren an neue Medien heranführen und ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit Computer und Laptop vermitteln soll.
"Das soll keine Eintagsfliege sein, sondern möglichst lange weiter gehen." Selbstbewusst hört es sich an, was Irmgard Engel in einem Computerraum unter dem Dach der Realschule sagte. Die Vorsitzende des Seniorenrats Donaueschingen hat bereits im Frühjahr die Initiative ergriffen und ältere Herrschaften gesucht, die bei dieser Fortbildung mitmachen wollen: 30 haben sich gemeldet, eine überraschend hohe Zahl von Seniorinnen und Senioren, die sich nicht aus dem aktuellen Weltgeschehen verabschieden, sondern weiter voll mitmachen wollen.Der Computer soll ihnen dabei helfen. Der erste Startschuss für eine längerfristige Computer- und Internetinitiative fiel am Mittwoch mit einer neunköpfigen Gruppe. In vier Gruppen wollen sich die Senioren auf die "schöne neue und möglichst virenfreie Internetwelt" vorbereiten und den Umgang mit dem Laptop lernen: Sie wollen zuerst aus eigener Initiative ihre Kenntnisse vertiefen und sicherer werden mit Maus, Tastatur und den Programmen. Sechs Begleiter aus den eigenen Reihen, die bereits Durchblick haben, wollen ihr Wissen weiter geben. So zum Beispiel Siegfried Limberger, Eckhard Dewald, Elisabeth Hummel, Renate Keusen und Elisabeth Schuler.
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"Die meisten wollen wissen, wie man im Internet surft", erläuterte der Pfohrener Siegfried Limberger die abgefragten Wünsche der Teilnehmer. "Sie wollen wissen, wie man E-Mails verschickt oder Bestellungen über das Internet erledigt." Irmgard Engel, die Vorsitzende des Seniorenrats, blickt bereits weiter in die Zukunft. Sie will nach einer vierwöchigen Startphase von der Realschule in das Mehrgenerationenhaus umziehen und dort noch weitere ältere Herrschaften aktivieren, sich an den Bildschirm zu setzen. Sie hat auch bereits ein Lernprojekt mit den Schulen im Sinn: Schüler und Jugendliche sollen den Senioren ihre Kenntnisse am PC vermitteln, damit wäre dann das Generationenhaus um ein weiteres Aufgabenfeld reicher. "Wir wollen praktische Dinge am Computer lernen", betont die Organisatorin Irmgard Engel. Und sie richtet daher auch einen Aufruf an mögliche Spender: "Wir könnten noch ein paar gute Laptops brauchen, die wir später im Generationenhaus für unsere Teilnehmer zur Verfügung stellen wollen."
SENIOR-INTERNET
"Internet goes Ländle" heißt eine Initiative des Landes Baden-Württemberg. Sie soll Seniorinnen und Senioren Internet-Kompetenz vermitteln. Seit Mittwoch gehört auch der Seniorenrat Donaueschingen mit insgesamt 30 Teilnehmern zu einer der insgesamt mehr als 50 aktiven Senioren-Initiativen, die sich im Ländle mit Computer und Internet vertraut machen. Hilfestellung für den Start gaben Donaueschingens Bürgermeister Bernhard Kaiser und die Realschule. Längerfristiges Ziel könnte ein Internet-Café im Mehrgenerationenhaus sein. Gesucht werden aber noch mehrere Laptops und weitere ehrenamtliche Betreuer, die sich mit Computern auskennen. Infos bei Irmgard Engel, Telefon 0771/8989792, E-Mail irmgard.engel@gmx.net
Autor: bea
Autor: bz
