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20. Februar 2014

Unzufrieden mit Planung

GEMEINDERAT III:Kosten der Bahnhofsanierung undurchsichtig.

  1. Der Donaueschinger Bahnhof soll saniert werden. Foto: Archiv

DONAUESCHINGEN (gvo). Schöner, praktischer und vor allem barrierefrei soll der Donaueschinger Bahnhof bis 2018 werden. Denn dann sollen nicht nur die Bahnsteige höher und an die heutigen Züge angepasst sein, um stufenfrei zu- oder aussteigen zu können, sondern auch drei Aufzüge zu den jeweiligen Bahnsteigen Rollstuhl- und Radfahrern das Zugfahren ermöglichen beziehungsweise erleichtern. Am Dienstagabend wurde die aktuelle Planung dem Gemeinderat von zwei Bahnexperten vorgestellt. Inklusive kosmetischer Reparaturen und neuer Bahnsteigmöblierung sowie der Modernisierung der Unterführung sollen nach aktuellen Berechnungen hier 7,4 Millionen Euro von Bund, Bahn, Land und Stadt investiert werden. Der Stadtanteil liegt bei aktuell 1,7 Millionen Euro.

Baustart soll im Frühjahr 2016 sein, wenn keine anderen wichtigen Gleisarbeiten dazwischen kommen, sagten die beiden Bahn-Mitarbeiter. Eigentlich sollte der Bahnhof schon früher aufgemöbelt werden, allerdings habe das Bahnprojekt Stuttgart 21 viele Planungskapazitäten bei der Bahn gebunden. Doch jetzt gehe es mit der Sanierung von 64 Bahnhöfen in Baden-Württemberg endlich weiter. Rund 155 Millionen Euro stecken Bahn, Bund und Länder in die Modernisierung. Mit Flugplatz, Autobahnanschluss und Schienenknoten sei man verkehrstechnisch in Donaueschingen sehr gut angebunden. Und vor allem im Schienenbereich habe man mit der neuen Schwarzwaldbahn und dem nunmehr schon zehn Jahre alten Ringzug viel für die Schiene getan. Mit weiteren 7,9 Millionen Euro beteilige sich der Kreis nun an der Elektrifizierung der Strecke nach Freiburg, damit man hier künftig umstiegsfrei von der Baar nach Freiburg gelange. Entsprechend sollte der Donaueschinger Bahnhof nun endlich modernisiert werden.

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Kritik ernteten die Bahnvertreter für die "undurchsichtigen" Planungskosten. Diese hat die Stadt vertraglich übernommen. Leider sind diese nach ersten Erhebungen inzwischen deutlich gestiegen. Gerne hätten die Räte deshalb mehr Transparenz.

Kritik gab es auch, weil die Bahnplaner die vielen Radfahrer, die hier jährlich anlanden und auf den Donauradweg wollen, wohl einfach ignoriert haben. Denn mit den neuen Aufzügen verschwinden zwei Treppenaufstiege zu den Gleisen zwei, drei, vier und fünf. Weder Rampen noch Schieberinnen für die Räder sind aktuell vorgesehen.

Autor: bz