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03. Juni 2011 17:14 Uhr

Dreharbeiten zu "Jesus loves me"

Deutsche Filmstars in Ebringen

Seit gestern ist Ebringen Schauplatz einer Filmproduktion der UFA Cinema. "Jesus loves me" ist Titel des Films, der im Dezember in die Kinos kommt.

  1. Die Fassade der Berghauser Kapelle wurde geschwärzt, um ihr ein 1950er Jahre Aussehen zu verleihen. Foto: Silvia FAller

  2. In diesem um 1700 erbauten Haus in Ebringen gibt es noch eine Schlafzimmereinrichtung und ein Badezimmer aus den 1950er Jahren. Foto: Silvia Faller

  3. Eine Schlafzimmereinrichtung aus den 1950er Jahren. Foto: Silvia Faller

Drehplatz in Ebringen sind die Berghauser Kapelle und ein Haus in der Schönbergstraße. Denn hier, in einem Nebengebäude des Anwesens der Familie Ruth und Max Jenne, fanden sich eine Schlafzimmer- und eine Badezimmereinrichtung aus den 1950er Jahren.

In dieser Zeit spielt auch die Handlung, die Florian David Fitz nach dem Erfolgsroman "Jesus liebt mich" von David Safier (2008) in ein Drehbuch gepackt hat. Fitz, der im Vorjahr für seine schauspielerische Leistung in der Rolle des Tourette-Syndrom-Patienten Vincent im Film "Vincent will Meer" mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde, führt auch Regie und spielt in der aktuellen Produktion wiederum die Hauptrolle.

Das ist Jeshua aus Palästina, ein perfekter junger Mann, der zuhören kann, gut aussieht und nicht nur an sich denkt, sondern anderen Menschen die Füße wäscht. In ihn verliebt sich die junge Marie, die von Jessica Schwarz gespielt wird. Schwarz hat mit der Darstellung der Tony Buddenbrook (2008) und der Romy Schneider (2009) große Aufmerksamkeit erlangt. Florian David Fitz und Jessica Schwarz sind von großen Stars der deutschen Filmszene umgeben, unter anderem von Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Peter Prager und Michael Gwisdek. Gedreht wird an Orten in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Stiftungen und Fonds dieser Länder finanzieren die Produktion auch mit.

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Die Freiburg Wirtschaft und Touristik hat die UFA Cinema auf die Berghauser Kapelle aufmerksam gemacht. Die Räume im einstigen Pfarrhaus, ein Anbau an der Ostseite der 1748 errichteten Barockkirche, waren jedoch zu klein, um ein Filmset einzurichten. Ersatz fand sich dann im Dorf, genau genommen in einem Haus aus der Zeit um 1700 auf dem Areal des Gasthauses "Rebstock Stube", das Max und Ruth Jenne gehört. Unter anderem gibt es in diesem Haus noch einen mit Holz befeuerten Badewasserkessel. Daniel Moll, Leiter des Grundbuchamts im Ebringer Rathaus, ist Ansprechpartner für die Filmleute. Er hat mitgeholfen, das Haus zu finden, hat sich im Ort umgehört und Kontakte hergestellt. Gern haben die Jennes ihr Anwesen zur Verfügung gestellt. Die Stube genügte allerdings nicht den Anforderungen, weshalb das Filmteam für Aufnahmen in solcher Umgebung nach Hugstetten umziehen wird.

Auch Archivar Edmund Weeger war gefragt. Er stellte Gartengeräte, Holzstühle und Haushaltsgegenstände aus dem Pfaffenweiler Dorfmuseum zur Verfügung, und weiter ein gusseisernes Wandkreuz und Heiligenfiguren, um das Pfarrhaus wirklichkeitsnah auszustatten. Das historisch wertvollste Stück auf dem Filmset ist eine schmiedeeiserne Grableuchte aus dem 19. Jahrhundert.

Drehbeginn war bei der Berghauser Kapelle am 2. Juni. In Ebringen wird in zwei Phasen gedreht, zunächst bis zum 11., und dann noch einmal vom 15. bis 22. Juni. Der Anblick der Berghauser Kapelle überrascht. Die Fassade wurde für die Filmaufnahmen geschwärzt. Denn so haben Gebäude in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg ausgesehen. Natürlich wird diese Farbe wieder entfernt. Der Parkplatz ist mit Wohnmobilen und Technikfahrzeugen zugestellt.

Gestern Abend wurde der Platz vorübergehend geräumt, denn von der Berghauser Kapelle aus starten viele Wanderer zu Touren im Schönberggebiet. Abgesehen davon finden Hochzeiten statt, wofür der Platz frei sein muss.

Autor: sf