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20. Januar 2014

Ein Farbenrausch im Rathausfoyer

Der Gundelfinger Kunstverein zeigt in seiner neuen Ausstellung die abstrakten Bilder von Beatriz Rubio.

  1. „Farbenrausch“ im Rathausfoyer / Der Kunstverein zeigt abstrakte Bilder von Beatriz Rubio im Rathausfoyer Foto: Andrea Steinhart

  2. „Farbenrausch“ im Rathausfoyer / Der Kunstverein zeigt abstrakte Bilder von Beatriz Rubio im Rathausfoyer Foto: Andrea Steinhart

GUNDELFINGEN. Ein Besuch im Gundelfinger Rathaus ist an einem regnerischen, grauen Wintertag genau das Richtige. Die leuchtenden, herrlichen Farben der dort ausgestellten Gemälde der Künstlerin Beatriz Rubio tun der Seele gut. Die erste von acht Ausstellungen, die der Kunstverein Gundelfingen in diesem Jahr plant, ist noch bis zum 12. Februar zu sehen. Der Verein feiert zudem am 28. Juni sein 30-jähriges Bestehen.

Geballte Farbräume und leuchtende Farbsegmente treffen bei den Werken von Beatriz Rubio aufeinander und ziehen den Betrachter voll in den Bann. "Ich male für die Seele der Menschen – denn Kunst ist die Nahrung für die Seele", sagt die Künstlerin. Die Bilder gleichen Farbinseln, die aufeinander reagieren und Ruhe und Aufregung verursachen. Sie locken in eine Traumwelt. Die Motive entstehen spontan, sind intuitiv. "Ein Gedicht, eine Empfindung, ein Eindruck lassen mich in den Schaffensprozess eintauchen." Nach diesem ersten Impuls nimmt sich die Künstlerin zurück und gibt dem aufgetauchten Werk Raum. "Ich trete in einen Dialog mit den Farben und Formen und lasse das Bild selbst sprechen."

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So stehen am Anfang Farben aus Pigmenten, Bienenwachslasur und Wasser. Ein Klecks. Ein Strich. Dann werden immer mehr Farbschichten aufgetragen, Tiefe und Leuchtkraft entsteht. Man kann sich mit den Bildern philosophisch beschäftigen oder lässt die farbenfrohen Werke einfach auf sich wirken. "Ich sehe in machen Bildern konkrete Dinge wie Felsen mit einem Wasserfall", verdeutlichte Ulrike Bach, Vorsitzende des Kunstvereins. Sie führte thematisch in die Ausstellung ein.

Beatriz Rubio wurde 1965 in Abacete in Spanien geboren. Sie studierte Kunst an der Universität Madrid. Nach ihrem Studium setzte sie ihren Schwerpunkt auf das Gebiet der Restauration, in den 1990er Jahren erhielt sie ein Stipendium für die spanische Akademie in Rom. Als Restauratorin arbeitete sie für private Sammlungen sowie für Museen. Sie erwarb zudem den Master für Kunsttherapie in Madrid und arbeitete danach mit älteren Menschen.

Während dieser Zeit malte sie hauptsächlich Porträts. Danach veränderte sie ihren künstlerischen Stil vom Gegenständlichen zur Abstraktion. Seit 2004 lebt die Mutter von fünf Töchtern in Freiburg. Sie ist Mitglied der Gedok, dem ältesten und europaweit größten Netzwerk für Künstlerinnen. Die Vernissage wurde vom stellvertretenden Bürgermeister Thomas Danner eröffnet. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Ingmar Winkler. Er spielt auf der Gitarre außergewöhnlichen Stücken – passend zu den ausgestellten Bildern.

Info: Die Ausstellung von Beatriz Rubio ist bis 12. Februar zu den Öffnungszeiten des Rathauses, montags bis donnerstags 8 bis 16 Uhr und freitags 8 bis 14 Uhr zu sehen.

Autor: Andrea Steinhart