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17. Juli 2008

Das Tafelwerk ist verkauft

Freundeskreis Geyer zu Lauf bedauert Verlust für die Sammlung

  1. Anstelle des Tafelwerkes betrachteten die Besucher am Samstag den „Maienfelser Zyklus", sechs hintergründig gemalte Ansichten der Burg Maienfels im Hohenlohischen. Foto: Freundeskreis Geyer zu Lauf

  2. Anstelle des Tafelwerkes betrachteten die Besucher am Samstag den „Maienfelser Zyklus", sechs hintergründig gemalte Ansichten der Burg Maienfels im Hohenlohischen. Foto: Freundeskreis Geyer zu Lauf

EMMENDINGEN (BZ). Das gemalte Vermächtnis des Malers Hans Freiherr von Geyer zu Lauf, sein großes, farbintensives Dreifach-Triptychon "Ein kosmischer Gesang" ist am Samstag auf die Reise gegangen. Der Freundeskreis war am Donnerstag von der Nachricht überrascht worden, dass die Leihgabe kurzfristig den Eigentümer gewechselt hat und dadurch aus der Sammlung genommen wird. Der Kaufpreis ist nicht bekannt.

Der Verein bedauert, den Freunden dieses Kunstwerks, das jetzt in privaten Besitz übergeht, nicht noch einmal die Gelegenheit zu einer letzten Begegnung bieten zu können. Der Abbau des Tafelwerks wurde gefilmt und seine einzelnen Teile vorher noch einmal fotografisch dokumentiert. Die Ergebnisse sollen 2009 beim Hof-Fest gezeigt werden.

Am gleichen Nachmittag trafen sich die Abiturienten von vor 30 Jahren in der inzwischen neu bestückten Sammlung zu Sektempfang und Bildbetrachtung. Die "Sammlung Geyer zu Lauf" zeigt weiterhin die interessanten Bilder des Malers Hans von Geyer zu Lauf aus verschiedenen Schaffensphasen in Mischtechnik und Aquarell und eine Anzahl von meisterlichen Silberstiftzeichnungen, die eine besondere Seltenheit darstellen.

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Der Leiter der Sammlung, Bernd Kellner, kommentierte den Verlust des Tafelwerks mit der Erwartung, dass die nicht weniger sehenswerten Einzelbilder jetzt aus dessen Schatten heraustreten. Das Tafelwerk allerdings, mit seiner zusammenfassenden Darstellung kosmischer Kräfte, gelte ihm von nun an als verlorenes, kleines Paradies der Stadt Emmendingen, in der es zwischen März 1951 und 1952 gemalt worden war.

Info: Die "Sammlung Geyer zu Lauf" ist nach Voranmeldung und Terminabsprache geöffnet (Tel.  07641/41107 oder 42180).

Autor: bz