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26. Februar 2011

Eine fröhliche Hundertjährige

Isolde von Geyer zu Lauf.

EMMENDINGEN (piz). Dass Freifrau Isolde von Geyer zu Lauf am Sonntag 100 Jahre alt wird, kann sie selber gar nicht glauben. Als sie noch jünger war, erzählt sie herzhaft lachend, war für sie jemand der 100 Jahre alt wurde, einfach uralt. Heute sieht die Jubilarin das ganz anders, "denn so alt fühle ich mich nicht!" Eine fröhliche Frau ist sie geblieben, sie lacht gerne und freut sich über alles. Vielleicht liegt es daran, dass sie in der Tat an einem Rosenmontag geboren wurde. Die Witwe des Emmendinger Malers gibt am Sonntag um 15 Uhr im Café Plausch im Seniorenzentrum einen kleinen Empfang. Sie wohnt auch im Seniorenzentrum Bürkle-Bleiche, wo sie sich sehr wohl fühlt.

Besonders verwöhnt wird sie vom Freundeskreis des Malers Hans von Geyer zu Lauf. Bernd Keller, Ursula Kissel und Regine Kölz kümmern sich um sie, fahren im Rollstuhl mit ihr spazieren und bringen sie jede Woche zum Friseur. Darauf legt sie allergrößten Wert. Sie hat auch das Malen wieder entdeckt. Dazu gebracht hat sie die Kunsttherapeutin Nadja Stolp. Bevor sie ihren Mann kennen lernte, hat sie gemalt, dann hat sie es aufgegeben, denn ihr Mann sei der bessere Maler gewesen. Jetzt malt sie gerne die Natur, auf eine ganz einfache Weise. Gerne erinnert sie sich noch an die Ausstellung ihres Mannes vor zwei Jahren in der Metzger-Gutjahr-Stiftung. Der Freundeskreis hatte die Ausstellung zum 50. Todestag von Hans von Geyer zu Lauf organisiert. Ihre Erinnerungen zu den Bildern und die Beweggründe ihres Mannes erzählte sie damals und der Freundeskreis hat dies als Zeitdokument in einem Film festgehalten. So hat sie erzählt, dass das Bild "Tafelwerk" ihres Mannes früher ein Schwarzwaldbild war, das er dann übermalt hat. Solche Informationen sind zur Vervollständigung der Geyer zu Lauf-Sammlung an der Karl-Friedrich-Straße von großer Bedeutung.

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Die Jubilarin erinnert sich noch, wie sie ihren späteren Mann kennen gelernt hat. Sie war auf der Durchreise und wollte nach Argentinien, da habe sie Geyer zu Lauf getroffen: "Es war Liebe auf den ersten Blick, deshalb blieb ich einfach da und heiratete ihn später in Emmendingen". Bis 1954 wohnte das Ehepaar in Emmendingen am Schlossberg, dann folgte der Umzug nach Freiburg. 1959 verunglückte ihr Ehemann Hans von Geyer zu Lauf tödlich bei einem Verkehrsunfall. Nach einem Sturz zog die Jubilarin im Mai 2005 ins Seniorenzentrum Bürkle-Bleiche nach Emmendingen.

Autor: piz