Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

23. Juni 2012

MARKTPLATZ 11: Geknickt

  1. Flagge zeigen am Auto Foto: Dapd

  2. Lange Schlange Foto: Walser

Sie fallen auf und provozieren: die Deutschlandfähnchen, die in diesen EM-Tagen gefühlt an jedem zweiten Autofenster flattern. Für die einen ist es schlicht ein Symbol der Solidarität mit der Nationalmannschaft, ein unbefangenes Zeichen dafür, dass man als Fan mit ihr hofft und bangt, sich über ihre Siege freut oder bei Niederlagen mitleidet. Andere sehen nur rot, wenn sie Schwarz-rot-gold erblicken. Sie betrachten das Banner der Republik als übertriebene Demonstration eines plumpen Nationalstolzes, der den Deutschen nach den Erfahrungen in ihrer Geschichte nicht gut zu Gesicht steht. Wie immer man es selbst sehen mag, die jüngsten "antifaschistischen Aktionen" einiger Aktivisten in der Umgebung gehen eindeutig zu weit. Sie knicken an Autos befestigte Deutschlandfähnchen ab und hinterlassen ein Flugblatt auf dem, verbunden mit einer Entschuldigung, zu lesen steht, dass sie "diese Sch … einfach nicht mehr ertragen" könnten. Das ist nicht nur ungesetzlich und Sachbeschädigung, sondern schlichtweg intolerant.

Gestärkt

Einen Bilderbuch-Start hat die Bürgerenergiegenossenschaft diese Woche hingelegt. Auf Anhieb trugen sich 44 interessierte Bürger bei der Gründungsversammlung in die Mitgliederliste ein und sorgten am Ende für eine sechsstellige Summe bei den gezeichneten Genossenschaftsanteilen. Dass neben vielen Emmendingern auch Bürger aus dem Umland Genossen werden wollten, zeigt neben der Attraktivität des Angebots auch die Verbundenheit mit der Kreisstadt. Aus Herbolzheim, Teningen, Riegel, Sexau und Bahlingen meldeten sich Interessenten. Sie wurden – so sieht es das Genossenschaftsrecht vor – per Akklamation der Versammlung offiziell zugelassen. Auch künftig soll dies kein Problem sein, so die Verbandsvertreterin Elisabeth Strobel.

Werbung

Autor: wal