Wundervoll stimmige Musik und mehr für den guten Zweck

Katharina Bächle

Von Katharina Bächle

Mo, 04. Dezember 2017

Emmendingen

BZ-WEIHNACHTSAKTION II: Ensembles der Musikschule Nördlicher Breisgau spielten sagenhaft gut für "Hilfe zum Helfen" in der voll besetzten Steinhalle.

EMMENDINGEN. Es ist schon Tradition: Seit Jahren stellt die Musikschule Nördlicher Breisgau ihr Adventskonzert in den Dienst der BZ-Weihnachtsaktion "Hilfe zum Helfen". Die vielen Zuhörer in der zur Freude der Veranstalter gut gefüllten Steinhalle schlugen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie erlebten ein wundervoll-stimmiges, abwechslungsreiches Konzert und halfen mit ihrer Spende am Ende des Konzerts ihren Mitmenschen im Landkreis und darüber hinaus.

Zwölf Gruppierungen zeigten an diesem Konzertnachmittag ihr Können. Von Solobeiträgen über Duos, Quartetten bis hin zur Chorwerkstatt und Orchester spannten sich die Formationen. Die Musikbeiträge reichte vom Barock bis zur Moderne und die Altersspanne von den Kleinsten bis zu den Lehrkräften.

Die Solidarität der Beteiligten war in jedem einzelnen Beitrag spürbar. Hinter den facettenreichen Musik- und Ballettbeiträgen steckte intensive Probenarbeit, für die sich Musikschulleiter Michael Bockstahler bei allen – Schülern wie Lehrern – bedankte.

Und es hat sich gelohnt. Denn die Besucherinnen und Besucher erlebten in dem rund zweistündigen Konzert wundervolle Werke der Musik und konnten bei den unterschiedlichsten Klängen für diese Zeitspanne "einmal der Hektik der oft stressigen Vorweihnachtszeit entfliehen", wie es Musikschullehrerin Uschi Kopp in ihrer Moderation auf den Punkt brachte.

Einen strahlend geblasenen Auftakt bescherte das Trompetenensemble den Zuhörern. Dabei war das Rondeau von Mouret die richtige Wahl als feierliche Eröffnung. Später brillierten die Trompeter unter Bockstahler noch mit dem Marsch aus der Nussknackersuite von Tschaikowsky und Lévis Ameno, das, von Trompeten geblasen, nicht nur besonderen Klang für die Ohren bot. Die Bläser meisterten die rhythmisch anspruchsvollen Passagen und Artikulationswechsel sagenhaft.

Das neu gegründete Cello-Ensemble unter Berry Lou präsentierte unter anderem eindrucksvoll die Titelmelodie der Serie "Game of Thrones". Zupfend und streichend entlockten die vier Cellisten ihren Instrumenten düstere Klänge. Passend, um danach wieder etwas zur Ruhe zu kommen, war der Titel "Orpheé", den Marcel Hiller (Saxophon) zusammen mit Johanna Elsen (Klavier) darbot. Jazzig wurde es hingegen beim Saxophon-Quartett. Hier zeigte sich der große musikalische Umfang und die variable Einsatzbereitschaft des von Adolph Sax (1814 - 1894) erfundenen Klangkörpers.

Klanglich bestach auch Tami Talea Gibson mit dem Allegro aus Schuberts Impromptu in Es-Dur. Nicht nur, dass sie alleine auf der Bühne saß, sie hatte auch jede einzelne Note der schnellen Läufe – die wie Wassertropfen perlten – im Kopf. Ebenso die bezaubernden Tänzerinnen, die eindrucksvolle Choreografien tanzten und berührende Geschichten mit ihren Körpern erzählten.

Eine große Leistung bewiesen auch die Flitzebögen. Leiter Fabio Marano stand lediglich mit auf der Bühne. Die Spielerinnen verwalteten sich selbst. Unter der kleinen Konzertmeisterin Emely Pabst spielten sie weihnachtliche Weisen, inklusive Zugabe. Musik zum Entschleunigen gab es auch beim Gitarrenensemble, das mit einer nordischen Volksweise ein klanglich eindrucksvolles Stimmungsbild schuf. In der Komposition von Ensembleleiter Jürgen Ott verbreitete sich ein Hauch von Country Music in der Halle.

Ein Feuerwerk aus Flötentönen versprühten Flutes Oriol. Die Formation Fortepanini spielte zusammen mit dem Klarinettenensemble Musikstücke unterschiedlicher Genres. Zum Abschluss des "stimmigen Konzerterlebnisses" (Bockstahler) erklang die Bach-Kantate "Uns ist ein Kind geboren". Ein würdiges Finale. Dafür ernteten Chorwerkstatt und Orchester – wie alle anderen auch – großen Applaus.