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20. September 2017

5450 Euro für Tovar-Hilfe

Fritz Keller und Anibal Strubinger übergeben Erlös aus gastronomischer Benefizveranstaltung.

  1. Eine Spende über 5450 Euro überreichten Fritz Keller und Anibal Strubinger am Montag in Endingen zugunsten der Stiftung Colonia Tovar. Von links Sarah Misle Dürr, Anibal Strubinger, Fritz Keller, Bernd Meyer, Franz-Josef Vollherbst und Hans-Joachim Schwarz. Foto: Ruth Seitz

ENDINGEN. Je mehr bekannt wird, unter welch katastrophalen Bedingungen die Menschen in Tovar und ganz Venezuela derzeit ums Überleben kämpfen müssen, desto mehr rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität durch die Region. Am Montag übergaben Anibal Strubinger und Fritz Keller in Endingen eine Spende von 5450 Euro an die Stiftung Colonia Tovar.

Seit geraumer Zeit schickt Sarah Misle Dürr gemeinsam mit Bernd Meyer vom Freundeskreis und der Stiftung der Colonia Tovar mit großem Aufwand Medikamente in eine Medizinstation nach Tovar. Nun gab es für die Aktion eine große Spende: Der Oberbergener Winzer und Gastronom Fritz Keller und Anibal Strubinger, der selber aus Tovar stammt und seit 43 Jahren in Kellers Sternelokal kocht, übergaben am Montag im Tovarer Stüble des Endinger Heimatmuseum 5450 Euro an Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz, Franz-Josef Vollherbst, Bernd Meyer und Sarah Misle Dürr.

Keller und Strubinger hatten mit dem ebenfalls aus Tovar stammenden Auszubildenden Hanss Schmuk Anfang September zu einer Benefizveranstaltung in die "Kellerwirtschaft" des Weinguts Franz Keller eingeladen. Rund 100 Gäste kamen zu dem venezolanischen Grillabend und ermöglichten so die Spende. Das Service-Team der "Kellerwirtschaft" stellte außerdem das gesamte Trinkgeld des Abends für die Aktion zur Verfügung.

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"Wir lächeln hier, in Venezuela gibt es derzeit nichts zu lächeln", meinte Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz, als er für die Spende dankte, die Hilfe ermögliche, die in Venezuela lebensrettend sein könne. Auch Franz-Josef Vollherbst und Bernd Meyer waren dankbar für die Unterstützung. "Das ist ein Polster, das das Arbeiten auf längere Sicht ermöglicht", meinte Vollherbst.

Erst kürzlich haben Sarah Misle Dürr und Bernd Meyer wieder drei Medikamentenpakete aufgegeben – jedes kostete 150 Euro Porto. Etwa zehn Tage sind die Pakete unterwegs, bis sie in Tovar eintreffen und für die Verteilung vorbereitet werden. Und dann werden die Menschen mit ihren Rezepten wieder Schlange stehen – und hoffen, dass ein dringend benötigtes Medikament dabei ist.

Autor: Ruth Seitz