Die Stadt mit den Bürgern weiterentwickeln

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 17. Mai 2014

Endingen

GEMEINDERATSWAHL IN ENDINGEN (IV): Endinger Freie Bürgergemeinschaft (EFG) setzt auf Vernunft und Augenmaß.

ENDINGEN (BZ). Einem Formfehler bei der Nominierung ist es geschuldet, dass die Endinger Bürgergemeinschaft (EBG), die seit mehr als 50 Jahren die Geschicke der Kernstadt und Ortsteile mitgestaltet, für die nächste Wahlperiode Endinger Freie Bürgergemeinschaft (EFG) heißt. An den Grundsätzen der eigenen Politik und den Zielen ändere diese Formalie aber nichts, betont die Gruppierung. Oberstes Ziel ist die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität in der Gesamtstadt.
"Unsere Kommunalpolitik folgt der Vernunft und den praktischen Erfordernissen vor Ort", heben die EBG-Vorsitzende Bettina Stumpf-Maroska und Fraktionssprecher Bernd Meyer hervor. Das Motto laute "Mit dem Bürger – für den Bürger". Die Werte Eigenverantwortung und Gemeinsinn seien der Gruppierung wichtig.

Beim Thema Klimaschutz müssten Kommunalpolitiker und Bürger gleichermaßen handeln. Die gemeinsamen Ziele seien im Klimaschutzkonzept ebenso formuliert wie konkrete Maßnahmen. Im Kleinen könne das durch den Einsatz von stromsparenden LED-Lampen geschehen, doch auch der häufigere Verzicht aufs eigene Auto und statt dessen mehr zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren sei ein Stück Klimaschutz. Zugleich gelte es, auf Größeres zu achten, etwa durch die möglichst klimaneutrale Erschließung neuer Baugebiete.

Das Thema Bildung fängt in den Kindertagesstätten an. Für deren ausreichenden Ausbau werde sich die EFG genauso einsetzen wie für Sonderformen in den Kindergärten, etwa verlängerte Öffnungszeiten. Ziel müsse sein, dass Beruf und Familie vereinbar gemacht werden.

Einen Schwerpunkt der kommunalpolitischen Arbeit wird nach Überzeugung der EFG in den nächsten fünf bis zehn Jahren das Bildungszentrum Endingen darstellen. Hier gelte es, verschiedene pädagogische Angebote und Schulformen ebenso sorgfältig zu prüfen wie den architektonischen Ausbau oder gegebenenfalls Neubau des Schulzentrums. Im Zuge dieses Großprojekts dürfe das sportliche Angebot durch eine Schulsportanlage nicht in Vergessenheit geraten.

Ein großes Anliegen sind der EFG Betreuungsangebote für Senioren, angepasste öffentliche und private Gebäudegestaltung und ausreichende medizinische und therapeutische Versorgung vor Ort. Die Zukunft gehöre der Jugend. Daher freue man sich über den Jugendgemeinderat, das Jugendzentrum und über die vielfältigen Angebote verschiedener kirchlicher, sportlicher und kultureller Vereine speziell an Jugendliche. Gerade vom guten Miteinander der Generationen lebe eine funktionierende Gemeinde. Daher schätze und unterstütze die EFG die Vereine mit ihren ehrenamtlich tätigen Mitgliedern.

Verpflichtet sieht sich die EFG auch der Förderung von Handel, Gewerbe und Industrie im Einklang mit den Interessen
der Wein- und Landwirtschaft. Man begrüße alle Initiativen der Gewerbe- und Handelsvereinigung, um die Stadt attraktiv zu gestalten. Die Interessen von Winzern und Landwirten müssen berücksichtigt werden, etwa durch Überlassung von ausreichendem Anbaugelände, Instandhaltung der Wege und Unterbringungsmöglichkeiten ihrer Saisonarbeitskräfte.

"Wir wohnen und leben, wo Andere Urlaub machen", betont die EFG. Man setze sich ein für die wachsende Branche Tourismus, wofür es aber auch ein zuverlässiges Budget brauche. Auch Kunst und Kultur bräuchten einen festen Platz.

Oberstes Gebot bei allen Vorhaben und städtebaulichen Entwicklungen bleibe aber eine solide, zukunftsfähige Haushaltspolitik und ein ausreichender Entscheidungsprozess.