Endinger Büchermarkt

Schauen, stöbern, kaufen

Ilona Hüge

Von Ilona Hüge

Mo, 13. Mai 2013 um 14:42 Uhr

Endingen

Zum achten Büchermarkt gab es am Sonntag eine Premiere. Erstmals lief es mit dem Wetter nicht so gut. Viele Aussteller kamen dennoch, und auch die Besucher stellten sich erst verhalten, dann in den gewohnten Strömen ein.

ENDINGEN. Schon am Morgen beim Aufbau ging es in diesem Jahr etwas anders zu. Die Aussteller kamen später. 150 private Anbieter und Händler hatten sich entschlossen, kamen und bauten auf. 200 waren angemeldet, und Organisator Wolfgang Koch hatte daher gehofft, beim achten Büchermarkt endlich den lückenlosen Anschluss von der Dielenmarktstraße in die Ritterstraße und damit einen kompletten Rundgang zu schaffen. Doch das Wetter – ausgerechnet ein Tief namens "Wolfgang" – machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Die Kinzigtäler, die Aussteller von der Baar und sogar aus Freiburg fehlten. Dort regnete es offenbar kräftiger als am Kaiserstuhl. Wer gekommen war, bevorzugte am Morgen auch lieber einen Platz unter den Arkaden in der Ritterstraße oder hatte, wie die Profis mit ihren wertvollen antiquarischen Büchern, gleich ein festes Dach in Form eines Zelts mitgebracht. Bei allen anderen halfen Schirme und Plastikplanen, die beim Regenschauer ausgebreitet und beim folgenden Sonnenschein wieder abgenommen und verstaut wurden.

Auch wenn ein Vierteil der Aussteller fern und die Lücke blieb: "Ich bin zufrieden", sagte Wolfgang Koch am Montag, denn die Bilanz fiel insgesamt positiv aus. Die Profis waren hochzufrieden, die privaten Aussteller meldeten ebenfalls gute Resonanz und die Anbieter von Schallplatten hatten in diesem Jahr sogar zugelegt, fasste Koch zusammen.

Auch Endingens Einzelhandel hatte keinen Grund zum Klagen. Denn die Besucher kamen trotz wechselhaftem Wetter. Der Zustrom war zwar erst verhalten, aber am Nachmittag strömten die Besucher wieder in die Stadt, stöberten, kauften und beobachteten das Geschehen von einem geschützten Platz an einem der vielen Stände, die mit Essen und Trinken versorgten. Auch die Musiker waren unverdrossen im Einsatz, unterm Zelt oder mobil, wann immer der Regen ausblieb.