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21. März 2017

Vielfalt erhalten am Kaiserstuhl

Regierungspräsidium hofft auf Mithilfe der Bürger bei Natura 2000.

  1. Vogelschutz- und FFH-Gebiete sind am Kaiserstuhl schon großflächig ausgewiesen. Jetzt soll das europaweite Schutzgebietsnetz Natura 2000 den Erhalt der biologischen Vielfalt sichern helfen (Symbolbild). Foto: dpa

NÖRDLICHER KAISERSTUHL (BZ). Die biologische Vielfalt am Kaiserstuhl erhalten – das ist das erklärte Ziel eines Projekts, welches das Regierungspräsidium Freiburg im März startet: Für das bestehende Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) und das Vogelschutzgebiet "Kaiserstuhl" soll gemeinsam mit fachkundigen und interessierten Bürgern ein Managementplan erarbeitet werden, der den Natur- und Artenschutz über Natura 2000, das europaweite Schutzgebietsnetz, sicherstellt und in die Praxis umsetzt.

In den nächsten Jahren werden Experten, die im Auftrag der Behörde den Managementplan erarbeiten, die Lebensraumtypen und Arten im Gebiet kartieren. Der Managementplan soll Arbeitsgrundlage für die Umsetzung von Natura 2000 sein. Die im Managementplan formulierten Empfehlungen sollen der Erhaltung, Verbesserung, Wiederherstellung und Vernetzung der für Natura 2000 wichtigen Lebensraumtypen und Arten dienen.

Das Natura 2000-Gebiet "Kaiserstuhl" erstreckt sich über die Städte und Gemeinden Bötzingen, Breisach am Rhein, Eichstetten, Ihringen, Vogtsburg, Bahlingen, Endingen, Sasbach und Riegel. Große Bereiche des Natura 2000-Gebietes sind Vogelschutzgebiet (7923 Hektar), ein wesentlich kleinerer Teil ist FFH-Gebiet (1 061 Hektar). Das Vogelschutzgebiet "Kaiserstuhl" gilt als das bedeutendste Brutgebiet für Bienenfresser, Schwarzkehlchen und Wiedehopf in Baden-Württemberg und als eines der wichtigsten Brutgebiete für Baum- und Wanderfalke.

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Das Verfahren wird begleitet durch eine Öffentlichkeitsbeteiligung. Mit ihr will das Regierungspräsidium für das naturschutzfachlich hochwertige Gebiet werben, "denn nur durch die Hilfe der Bevölkerung kann die besondere Landschaft des Kaiserstuhls mit ihrem Artenreichtum als europäisches Naturerbe vor Ort erhalten bleiben", betont die Behörde. Deshalb werden Interessenten gesucht, die zur Unterstützung der Experten wertvolle Hinweise geben können und bei der Erstellung des Managementplans mitarbeiten.

Weitere Infos zum Verfahren unter http://mehr.bz/kai-natura2000 oder beim Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung 5, Referat 56, Tel. 0761/ 208-4141, E-Mail abteilung5@rpf.bwl.de. Ansprechpartner sind Jens Nagel, Gabriel Rösch und Tobias Kock.

Autor: bz