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08. Juni 2009

Erlebnisreise in die Partnerstadt

82 Laufenburger weilten zwei Wochen lang in Le Croisic

  1. Das Interesse ist ungebrochen: Bei der zehnten Reise im Rahmen von „Familie im Schwarzwaldverein“ nach Le Croisic fuhren 82 Laufenburger an die Atlantikküste. Foto: bz

LAUFENBURG / LE CROISIC. Kaum sind die 82 frankophilen Laufenburger aus der bretonischen Partnerstadt Le Croisic zurück, haben sich schon die ersten Waldstädter für die nächste Reise an die französische Atlantikküste angemeldet. Eines der schönsten Komplimente für Gert Philipp, der mittlerweile die zehnte Reise nach Le Croisic für "Familie im Schwarzwaldverein" gut über die Bühne gebracht hat.

Bei herrlichem Wetter erkundeten 25 Familien aus Laufenburg zwei Wochen lang mit dem Fahrrad und zu Fuß die französische 4100-Einwohner-Gemeinde. Für mehr Teilnehmer habe es auf dem Campingplatz mit seinen mobilen Wohneinheiten kein Platz mehr gegeben, sagte Philipp. Nicht nur erprobte Le-Croisic-Fahrer reisten mit Autos und Zug in die Bretagne, fünf Familien lernten die Laufenburger Partnerstadt zum ersten Mal kennen. Und das auf eine ganz besondere Weise. Denn Gert Philipp hatte wiederum eine Stadtrallye ausgearbeitet, bei der es unter anderem galt, den Namen der neuen Bürgermeisterin von Le Croisic herauszufinden. Sie heißt übrigens Michèle Quellard.

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Fast schon obligatorisch war der Besuch im Océarium und in der Fischhalle. Letztere galt es möglichst früh am Morgen zu erleben, deshalb schwang sich rund die Hälfte der Laufenburger um 4.45 Uhr auf ihre Fahrräder, um die Viertelstunde zur Fischhalle zurückzulegen. Ein ganz besonderes Erlebnis, zumal der traditionelle Fischfang in Le Croisic immer mehr zurück gehe, wie Gert Philipp schildert, der bereits 1991 die erste Fahrt an die bretonische Atlantikküste organisiert hatte. Doch nicht nur Le Croisic erkundeten die Laufenburger. Mit dem Rad ging es die Küste entlang und eine der drei umliegenden Inseln war ebenso Ausflugsziel wie die Städte Nantes und Saint-Nazaire. Besonders bewegt waren die Laufenburger von ihrem Besuch auf dem Friedhof von Le Croisic, wo sie auf den Grabstätten ehemaliger Weggefährten Tannenzweige niederlegten.

Höhepunkt und Grund zur Freude war für die Laufenburger der Begegnungsabend mit den französischen Freunden, bei dem sie als Dank für die freundliche Aufnahme Speckbretter mit alemannischen Wurstspezialitäten verteilten.

Die nächste Reise nach Le Croisic hat Gert Philipp erst wieder für Pfingsten 2011 geplant, denn der organisatorische Aufwand sei nicht zu unterschätzen, weshalb Verstärkung für das Organisationsteam immer willkommen sei.

Wer bis 2011 nicht warten will, kann sich ab Juni in der Kulturwerkstatt einen Eindruck von den zehn Le Croisic-Reisen verschaffen. In einer Ausstellung zeigt der Schwarzwaldverein die Höhepunkte der Reisen in die Partnerstadt, beginnend mit dem Jahr 1991, als bereits 32 Laufenburger nach Le Croisic fuhren.

Autor: Heike Armbruster