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28. Oktober 2010

Auf den Spuren des Wandels

Die Herbstausgabe der Zeitschrift "Das Markgräflerland" liegt vor.

  1. Der neue Band Foto: Heike Lemm

ESCHBACH (hrl). Die Zeitschrift "Das Markgräflerland" wird vom Geschichtsverein Markgräflerland zweimal im Jahr herausgegeben. Im Fokus der neuen Ausgabe stehen die Gemeinde Eschbach sowie ein berühmter Markgräfler Jubilar: der Heimatdichter Johann Peter Hebel.

Mit Eschbach beschäftigen sich gleich drei Artikel. An der Schwelle zum 9. Jahrhundert als "ascabah" erstmals urkundlich erwähnt, hat der kleine Ort eine bewegte Entwicklung durchlaufen: von der ursprünglichen Siedlung mit drei Adelsgütern bis hin zum Standort eines Militärflughafens und nach dessen Schließung 1993 des Gewerbeparks Breisgau. Die Historikerin Ursula Huggle fasst in ihrem einführenden Beitrag die Geschichte Eschbachs im Kontext der sie umgebenden regionalen und weltgeschichtlichen Ereignisse zusammen. Michael Möhrmann berichtet über die Umwandlung des Fliegerhorsts Eschbach-Bremgarten in den Gewerbepark Breisgau. Heute werden die alten Landebahnen nur noch von Geschäftsfliegern genutzt, neben der Ansiedlung hochmoderner Unternehmen insbesondere aus der Energie- und Umwelttechnologie wurden auf dem ehemaligen militärischen Sperrgebiet Naturschutzgebiete ausgewiesen. 1100 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, insgesamt sollen es 2000 bis 3000 werden.

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Ein weiterer Artikel ist dem "Eschbacher Castell" gewidmet, einem die umliegenden Gebäude überragenden Gebäude. Autor ist Diplom-Ingenieur Claus Hofmann. Er hat das Haus im Jahr 1998 erworben und ließ es restaurieren. Das ehemalige Adelshaus, von 1795 bis 2000 als Gasthaus Löwen genutzt, befindet sich direkt neben der Bahnlinie zwischen Basel und Freiburg, die den Ort in zwei Teile teilt und ihn seines ursprünglichen Dorfmittelpunkts beraubte. Der älteste Bauabschnitt des Castells konnte auf das 13. Jahrhundert datiert werden. Im Beitrag ist aufgeführt, wie in den folgenden Jahrhunderten die anderen Abschnitte dazukamen und um 1484 unter einem gemeinsamen Dach zusammengefasst wurde. Besonders bemerkenswert am Eschbacher Castell ist der mehr als 500 Jahre alte dreistöckige Dachstuhl, dem wegen seiner konstruktionsbedingten Stabilität weder Stürme noch Erdbeben etwas anhaben konnten. Ihm liegt eine Art Fachwerkbauweise zugrunde, weswegen der Autor vermutet, dass hier im Schlösser, Kirchen- oder Brückenbau geübte Baumeister am Werk waren.

Über Johann Peter Hebel, dessen 250. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird, gibt es in dem Band gleich mehrere Aufsätze, von denen einer besonders hervorzuheben ist. In "Johann Peter Hebel: Basler Erinnerungen" besucht der Autor Martin Jösel auf den Spuren Hebels 31 Orte in Basel, erzählt dazu Begebenheiten aus dem Leben des Schriftstellers und setzt sie mit seinen Texten in Bezug.

Kontakt: Geschichtsverein Markgräflerland, Tel. /Fax: 07622/9517 (Horst Oettle), http://www.geschichtsverein-markgraeflerland.de

Autor: hrl