Ettenheimer Stadtlauf

Benjamin Hill und Kristin Sander gewinnen 10-Kilometer-Hauptlauf

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Di, 17. Oktober 2017

Leichtathletik (regional)

Beim 37. Ettenheimer Stadtlauf am Sonntag gewinnen Benjamin Hill und Kristin Sander.

LAUFSPORT. Stimmungsvoll sommerlich geriet die 39. Auflage des Ettenheimer Stadtlaufes am Sonntagmittag. Mehr als 400 Läuferinnen und Läufer gingen auf die von der Sonne verwöhnte Strecke. Neben ambitionierten Teilnehmern finden sich dort auch jene, für die das Beenden des Laufes im Vordergrund steht. Verschiedene Strecken waren im Angebot. Im Hauptlauf über zehn Kilometer, aufgeteilt in vier Runden, setzten sich Benjamin Hill von der Freiburger Turnerschaft und Kristin Sander vom TV Biberach durch.

Die Atmosphäre
Es wuselt hinter der Ettenheimer Stadthalle, wo sich Start und Ziel des Stadtlaufes befinden. Die Sonne lacht über der traditionsreichen Veranstaltung. Die sommerliche Wärme freut vor allem die Zaungäste an der Strecke und sorgt für Partystimmung, aber nicht alle Läufer finden sie angenehm. Mancher hätte sich ein paar Grad weniger gut vorstellen können. "Die Wärme ist sehr anstrengend", sagt Mathias Guth (51) nach dem Fünf-Kilometer-Lauf. "Eigentlich war ich schon auf Herbst eingestellt. Aber es ist besser so, als wenn es regnet." Im Trikot des FV Dinglingen hat sich Alexander Bühler (45) auf die zwei 2,5-Kilometer-Runden gemacht. "Als Fußballer habe ich früher lieber bei Regen gespielt, auch Laufen tue ich eigentlich bei Regen lieber. Aber es war schon Okay", sagt er grinsend.

Das Ziel
Im Ziel werden die Ankommenden ausnahmslos freundlich beklatscht, die begleitenden Radfahrer werden auch schon mal zu Animateuren, wenn es ihnen zu ruhig zugeht. Und am Mikrophon kommentiert Carl-Anton Weber vom Organisationsteam des LV Ettenheim den Zieleinlauf: "Und wieder eine Läuferin mit grandiosem Schlussspurt." Dann guckt er nach der Nummer, drückt flugs auf den bereitstehenden Laptop und kann auch schon mit dem Namen der Teilnehmerin dienen. Persönliche Betreuung beim Ettenheimer Stadtlauf. Hier kennen sich ohnehin Viele. Im Ziel stehen sie beisammen bei einem kostenlosen Erfrischungsgetränk oder der beliebten LVE-Bratwurst. Und im Hintergrund dröhnt fröhliche Musik.

Das Konzept
Immer wieder wurde in den vergangenen Jahren Neues probiert in der Rohanstadt. Der Start lag einst in der Stadt bei der Sparkasse, wurde dann aber, der besseren Infrastruktur wegen, an die Stadthalle verlegt. Das hat sich bewährt. Die Laufstrecke wurde indes stets kontrovers diskutiert. "Es gab kritische Stimmen, die auf die vielen Ecken und Kanten, auf die Gässchen und das Kopfsteinpflaster verwiesen. Das ist einfach nicht jedermanns Sache," so Weber. Der LVE zog die Konsequenz daraus und verlegte den Lauf aufs flache Gelände vor der Stadt. Doch dann sah der Veranstalter ein, dass er den Ettenheimer Stadtlauf damit seiner Charakteristik beraubt. Ziemlich schnell kehrte der LVE daraufhin zum alten Konzept zurück. Für Weber ist das Laufen durch die barocke Altstadt ein "wichtiges Merkmal" des Ettenheimer Laufes.

Die Resonanz
"Im Hauptlauf hatten wir mit 144 Teilnehmern deutlich mehr als im vergangenen Jahr, aber wegen der Wärme sind nicht alle ins Ziel gekommen", stellt Weber vom LVE am Sonntagabend fest. Ob diese Zahl auch darauf zurückzuführen ist, dass die Veranstaltung in diesem Jahr erstmals zur Wertung der Ortenauer Laufmeisterschaft zählt, ist schwer nachzuweisen. "Das werden wir noch analysieren", so Weber. Insgesamt bleibt die Resonanz des Stadtlaufs mit etwas mehr als 400 Läuferinnen und Läufern aller Altersklassen "im normalen Rahmen."

Die Schnellsten
Der Freiburger Benjamin Hill überquert beim Hauptlauf über zehn Kilometer nach 35:37,95 Minuten als Erster den Zielstrich. Hill hat sich schon nach der ersten Runde an die Spitze gesetzt und seinen Vorsprung bis ins Ziel verteidigt. Rund zwanzig Sekunden nach ihm kommt Norman Junker vom TV Biberach in 35:59,48 Minuten an. Auf ihn folgt Jannis Günter vom Running Team Ortenau in 36:07,54 Minuten. Bei den Frauen ist Kristin Sander vom TV Biberach in 40:07,60 Minuten die Schnellste. Die Plätze nach ihr belegen Marlene Kölble in 41:20,11 und Verena Utz in 43:29,54 Minuten, die beide das Trikot des Running Teams Ortenau tragen.