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03. Juni 2011
Das Publikum versammelt sich unter dem Birnbaum
Die Schwarzwaldfamilie Seitz hat in Ettenheimmünster ein Kirchenkonzert gegeben und die Zuhörer dabei mit eingebunden.
ETTENHEIM-ETTENHEIMMÜNSTER. Zu einem besonderen Konzert hatte die Schwarzwaldfamilie Seitz am vergangenen Sonntag eingeladen. In der Wallfahrtskirche St. Landelin hat sie ein Kirchenkonzert unter dem Titel "Mit Gott durch den Tag" gestaltet. Ein Fünftel der Einnahmen gehen an die Kirche.
Bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn war der Andrang groß. Als die Schwarzwaldfamilie dann im Altarraum auftrat, waren die Kirchenbänke bis in die hinteren Reihen gefüllt. Bereits im Vorfeld waren auch Lieder zum Mitsingen angekündigt worden, Texte lagen in den Kirchenbänken jedoch nicht aus. Die Spekulation der Familie Seitz bezüglich der Textsicherheit ihres Publikums ging auf: Nach anfänglichem Zögern sangen die Konzertbesucher kräftig bei "Segne du, Maria", "Halleluja", "Lobe den Herren" oder auch "Großer Gott wir loben dich" mit. Aufgrund des Marienmonats Mai drehten sich viele Lieder um die Gottesmutter, allen voran das "Ave Maria".
Gabi Seitz moderierte das Konzert und erklärte zu Beginn das Motto "Mit Gott durch den Tag": "Dieser Titel ist von einem Gespräch mit meiner Großmutter inspiriert, als ich noch ein kleines Mädchen war. Damals fragte ich sie, wo Gott denn eigentlich sei, und sie antwortete mir: Wenn du ihn bittest, mit dir durch den Tag zu gehen, ist er ganz nah bei dir. Du musst ihn nur einladen."
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Religiöse Lieder gehörten schon immer zum Repertoire der Familie. Zu dem Kirchenkonzertprogramm gehörten sowohl Eigenkompositionen wie zum Beispiel "Mont Sainte Odile" oder "Ich danke dem Himmel dafür", aber auch bekannte Werke von namhaften Komponisten. So interpretierten die drei Sängerinnen sowie Bassist Karlheinz Seitz am Keyboard und der Akustikgitarre unter anderem Mozarts "Ave verum corpus", das "Ave Maria" von Bach/Gounod oder Schuberts "Heilig, heilig, heilig".
Gabi Seitz lockerte das pathetische Konzert zwischendurch mit Mundartgedichten und heiteren Anekdoten aus dem Familienleben auf und erzählte unter anderem von der Bank unter dem Birnbaum im Garten des Großvaters: "Da haben wir uns vor vielen Jahren immer zum gemeinsamen Singen getroffen. Ich möchte Sie alle dazu einladen, sich mit uns gedanklich unter diesen Birnbaum in den Garten zu setzen und mit uns gemeinsam zu singen." Dieser Einladung folgte das Publikum während des Konzertes immer wieder gerne.
Nach anderthalb Stunden beschloss die Schwarzwaldfamilie das Konzert, nicht ohne zuvor die mit anhaltendem Applaus des Publikums verlangten drei Zugaben zu spielen. Das Familienlied "Meines Großvaters Uhr" wurde auf ganz speziellen Wunsch einer Zuhörerin gespielt. Gabi Seitz kündigte das nicht ganz in den sakralen Rahmen des Kirchenkonzerts passende Lied jedoch passend an: "Die Dame, die sich dieses spezielle Lied gewünscht hat, sagte zu mir: Des gfällt dem Herrgott bschtimmt au!" Vermutlich hatte sie damit Recht.
Autor: iko
