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14. Oktober 2013

Lauf mit der besonderen Atmosphäre

Rückkehr des Ettenheimer Stadtlaufs in die Altstadt kommt bei den meisten Läufern gut an / Mehr als 400 Starter.

  1. Positionskämpfe gleich nach dem Start. Das gab es auch bei Jüngeren im Starterfeld. Foto: S. Decoux-Kone

  2. Das Ettenheimer Pflaster behagte nicht allen Läufern. Foto: Sandra Decoux-Kone

  3. Tapfer, tapfer … Die jüngste Teilnehmerin Foto: Sandra Decoux-Kone

  4. Tapfer, tapfer die jüngste Teilnehmerin Foto: Sandra Decoux-Kone

ETTENHEIM. Von der Sonne verwöhnt waren Läufer wie Zuschauer am Sonntagmittag beim 31. Stadtlauf in Ettenheim. Zufrieden war darob auch der Leichtathletikverein Ettenheim (LVE) als Veranstalter. Er konnte sich denn auch über mehr Starter als beim Jubiläumslauf im Vorjahr freuen. Insgesamt gingen am Sonntag mehr als 400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an den Start.

Das sonnige Wetter und die milden Temperaturen seien nicht die einzige Ursache für die gestiegene Teilnehmerzahl, vermutete LVE-Vorsitzender Carl Anton Weber. Dass der Stadtlauf nach einem Ausflug an den westlichen Stadtrand im vergangenen Jahr heuer wieder durch die Innenstadt führte und die Starter durch die Altstadt und über Kopfsteinpflaster liefen, gebe dem Stadtlauf wieder ein besonderes Flair. Ein Flair, das die meisten Läuferinnen und Läufer mögen. Etwas enttäuscht war der LVE-Vorsitzende indes über die Starterzahlen in den Schüler-Wettbewerben. Weber: "Es hätten mehr sein können."

Laufvergnügen und harte Trainingsarbeit

Viel Lob gab es derweil von den Teilnehmern für das neue, alte Streckenprofil. "2012 war die Strecke einfach indiskutabel", meinte Akhil Verheyden(53) vom Team Ortenau Klinikum: "Jetzt war alles okay". Vom besonderen Flair der Altstadt schwärmte auch Erwin Armbruster aus Oberwolfach, der zum ersten Mal in Ettenheim an den Start ging: "Ich habe die Strecke kennenlernen wollen, und ich habe sie genossen". Auch Günther Lehmann vom Lahrer Laufteam Schaeffler war wegen der besonderen Atmosphäre nach Ettenheim gekommen: "Hier zu laufen, ist für mich so etwas wie eine Belohnung." Andere wiederum sahen im Stadtlauf auch eine gute Trainingsgelegenheit für größere Herausforderungen. So wie Andreas Scheible aus Friesenheim, der sich auf den Halbmarathon in Freiburg vorbereitet und gestern ziemlich flott unterwegs war.

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Vereinzelt kam aus Läuferkreisen aber auch Kritik an der Streckenführung, an den engen Kurven in der Altstadt und am Kopfsteinpflaster. So fanden Jannick Lang (17) und Perparim Krasniqi (16) vom Team des Jugendzentrums Mahlberg die wieder geänderte Strecke "nicht so toll". Die beiden waren im vergangenen Jahr erstmals in Ettenheim am Start gewesen und fanden die Strecke im Westen über die Wirtschaftswege links und rechts der B 3 "besser zu laufen und weniger anstrengend". Dennoch: Perparim Krasniqi war auch in diesem Jahr schnell unterwegs, er wurde beim Jedermannslauf Dritter.

Beste Stimmung im Start-Ziel-Bereich

Freuen konnten sich die beiden wie übrigens alle Läuferinnen und Läufer über starke Unterstützung und Anfeuerungsrufe von Schaulustigen an der Stadthalle und an einigen Punkten in der Altstadt. Am stärksten war die Unterstützung im Start-Ziel-Bereich an der Stadthalle. Dort war’s richtig belebt. Über so viel Interesse staunte etwa Helga Ende aus Kehl. Sie drückte vor der Stadthalle ihrem Bruder und ihren beiden Nichten Clara und Cosima die Daumen. Ende: "Die Atmosphäre hier ist einfach toll".

Nicht ganz so enthusiastisch ging’s in der Innenstadt am Rande der Strecke zu. Denn die Zaungäste dort fanden nicht nur Gefallen an den Leibesübungen mitten auf der Straße, sondern nutzten den schönen Herbstsonntagnachmittag auch zum Flanieren durch die Straßen, gönnten sich ein Eis oder genossen in gemütlicher Runde im Straßencafé Kaffee und Kuchen und Lauf.

Autor: Irene Bär