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19. Oktober 2015

Letzte Reserven werden mobilisiert

Beim 33. Ettenheimer Stadtlauf sind am Sonntag etwa 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an den Start gegangen.

  1. Wieder viele Kinder und Jugendliche haben am Ettenheimer Stadtlauf teilgenommen. Foto: Olaf Michel

ETTENHEIM. Auf die Plätze, fertig, los! Beim 33. Ettenheimer Stadtlauf hat am Sonntag das Kopfsteinpflaster der Altstadt und der Asphalt rund um die Stadthalle unter dem Tritt von mehr als 1000 Turnschuhen gebebt. Mehr als 500 Läuferinnen und Läufer ab neun Jahren sind in fünf Disziplinen angetreten.

Die mit Abstand meisten Läufer waren im Junior-Schulcup für die Klassen 5 bis 7 (laut Veranstalter etwa 200 Jungen und Mädchen) und dem Jedermann-Lauf für Erwachsene über 5 Kilometer (etwa 280 Teilnehmer) zu verzeichnen gewesen. Zum Hauptlauf über zehn Kilometer sind etwa 70 Erwachsene an den Start gegangen. Der LV Ettenheim konnte als Veranstalter mit diesen Zahlen zufrieden sein. Die quirlige Atmosphäre fanden Lotta, Stephanie, Chiara und Juliette vom Heimschul-Team im Junior-Schulcup richtig toll: "Wir sind zum ersten Mal dabei und freuen uns total." Viel im Vorfeld trainiert hatten weder das vierköpfige Mädchenteam der Klasse 5 noch ihr mitstartendes Jungs-Duo, sich aber pflichtmäßig vorher aufgewärmt. Nach dem Zieleinlauf mit hochrotem Kopf war nur ein kurzer Laufkommentar drin: "Lief gut."

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Höhere Trainingsansprüche hatten die Jedermann-Läufer, darunter Franz Winter: "Ich jogge ein- bis zweimal die Woche etwa sieben Kilometer im Wald, bin also ganz gut in Form." Der erfahrene Läufer hatte bereits mehrere Läufe in der Region absolviert und bezeichnete die Ettenheimer Veranstaltung als durchaus ebenbürtig: "Der Bodenbelag hier ist sehr gut. Der Mix aus Asphalt und Pflastersteinen geht zwar ein bisschen auf die Gelenke, aber er bietet mehr Trittsicherheit als rutschiger und unebener Waldboden. Da braucht man kein Spezialschuhwerk." Seinen ersten Fünf-Kilometer-Lauf in Ettenheim überstand er jedenfalls bestens in ganz gewöhnlichen Laufschuhen.

Viele Zuschauer feuern die Läuferinnen und Läufer an

Unabhängig von ihrem individuellen Erfolg konnten sich alle Läuferinnen und Läufer gleichermaßen über lautstarke Unterstützung und Anfeuerungsrufe von zahlreichen Schaulustigen im Bereich der Stadthalle und an einigen Punkten in der Altstadt freuen. Die Zuschauer an den Streckenrändern gaben mit Rufen, Klatschen und teilweise selbstgebastelten Transparenten ihr Bestes, um ihren Läufern mental beizustehen. Am stärksten war die Unterstützung im Start-Ziel-Bereich an der Stadthalle, denn dort war es auch am spannendsten: Beim Start wurde um die besten Positionen gekämpft und beim Zieleinlauf ging es darum, "nochmal die allerletzten Kraftreserven zu mobilisieren und satt durchzuziehen", wie Moderator Carl Anton Weber über Lautsprecher sagte. Viele Läuferinnen und Läufer sanken nach ihrem Zieleinlauf erschöpft auf die Parkplätze und Gehwege neben der Stadthalle und wurden mit Wasser von den Vereinshelfern wieder hochgepäppelt.

Ein weiterer Bericht erscheint in der Dienstagausgabe im Heimatsport-Teil. Weitere Informationen und alle Ergebnisse unter http://www.stadtlauf.lv-ettenheim.de

Autor: Isabelle Konnegen