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20. April 2016

Projektchor und Trommelgruppe machen die Musik

Das Seniorenzentrum des Arbeiter-Samariter-Bunds hat das zehnjährige Bestehen gefeiert / Rikscha mit Elektromotor ist der Wunsch.

  1. Große Feier des ASB-Seniorenzentrums in der Heimschule Foto: privat

ETTENHEIM (BZ). Mit mehr als 200 Gästen hat das Seniorenzentrum des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) in der voll besetzten Mensa der Heimschule St. Landolin sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Gemeinsam mit Mitarbeitern, Angehörigen, Lieferanten und Kooperationspartnern, der Geschäftsführung sowie Freunden des Hauses erlebten die Bewohner einen feierlichen und amüsanten Nachmittag.

Der eigens für diesen Zweck gegründete Mitarbeiterprojektchor unter der Leitung von Hans Aerts machte augenzwinkernd mit seinem Stück "Wir sind" – einem umgedichteten Lied von Reinhard Mey – deutlich, wie abwechslungsreich der Alltag für Mitarbeiter im Pflegeheim ist. Im Anschluss wurden sieben Mitarbeiter für zehnjährige Treue vom Landesgeschäftsführer des ASB, Lars-Ejnar Sterley, und der Heimleiterin Ulrike Gödeke geehrt. Mit jeweils sehr persönlichen Worten dankte sie jedem einzelnen für seinen Einsatz. Im Anschluss trat – als Höhepunkt des Nachmittags – die Bewohnertrommelgruppe mit "Bolero" von Ravel und dem Rockklassiker "We will rock you" auf. In der Anmoderation schilderte Ulrike Gödeke, wie es zu diesem, für ein Seniorenheim ungewöhnlichen Projekt gekommen war. Ein Mitarbeiter habe berichtet, dass seine Mutter als ehemalige Lehrerin für behinderte Kinder sehr gute Erfahrungen mit dem Trommeln gemacht habe. Ob das nicht auch einmal im Pflegeheim ausprobieren könne. Die Heim- und Pflegedienstleitung fanden das eine tolle Idee und schon während der Probestunde mit Leihinstrumenten war allen klar, dass das künftig regelmäßig stattfinden wird. Seitdem wurden mehrere Trommeln angeschafft und zweimal wöchentlich wird getrommelt. Der Auftritt am Samstag war der erste öffentliche und spätestens bei "We will rock you" tobte der Saal und forderte eine Zugabe.

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In ihrer Ansprache betonte Ulrike Gödeke, dass ihr Haus kein Krankenhaus und kein Ort am Rande unserer Gesellschaft sei. Die Bewohner gehörten mit all ihren Gebrechen dazu. Der Alltag im Haus biete so viel mehr an Leben und Lachen, Feiern und Scherzen, als es außerhalb des Pflegeheimes wahrgenommen werden könne. Sie stellte dann die Initiative "Radeln ohne Alter" vor, die ursprünglich aus Dänemark stammt. Dort seien Bewohner eines Pflegeheims regelmäßig spazieren gefahren worden. Gödeke und ihr Team träumen davon, dies auch ihren Bewohnern bieten zu können. Allerdings kostet so eine Rikscha mit Elektromotor rund 6500 Euro. Die Heimleiterin bat am Samstag alle um finanzielle Unterstützung.

Autor: bz