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08. Oktober 2012

Sieben holen den ersten Preis

Dank Teamgeist, guter Vorbereitung und Gelassenheit kommen sieben Sechstklässler beim Stadtlauf als Schnellste ins Ziel.

  1. Jippieh! Franziska, Marie, Fabienne, Jakob, Peter, Daniel und Henri haben den Stadtlauf der Kinder gewonnen. Foto: Sophie Passmann

ETTENHEIM. Die Sechstklässler der Heimschule wären natürlich auch bei Regen gelaufen. Über den Sonnenschein pünktlich zum Startschuss freuen die jungen Läufer sich trotzdem. "Bei gutem Wetter macht das einfach mehr Spaß", sagt Jakob, einer der Nachwuchsathleten. Sieben Schüler aus der 6a haben für den Stadtlauf in Ettenheim trainiert und hoffen nun, in der Mannschaftswertung ganz vorne zu liegen. Der Ettenheimer Stadtlauf ist traditionsreich. Zum 30. Mal hat er gestern stattgefunden.

Franziska, Marie und Fabienne laufen die Strecke von etwas mehr als zwei Kilometern zuerst, danach kommen ihre Klassenkameraden Jakob, Peter, Daniel und Henri dran. Im vergangenen Jahr hat die Klasse schon einmal erfolgreich beim Stadtlauf teilgenommen. "Wir waren voll gut, 70 Euro haben wir für die Klassenkasse bekommen", erzählt Henri siegessicher. "Da waren wir aber auch 18 Leute!", gibt Peter zu bedenken.

Die anderen aus der Klasse hatten dieses Jahr keine Lust, so haben die Sieben sich einfach alleine angemeldet. Hoffnung auf eine gute Platzierung haben sie trotzdem – immerhin haben sie im Sportunterricht fleißig trainiert und gehören in ihrer Klasse zu den schnellsten Läufern. Dabei sind die Zeiten ihnen gar nicht so wichtig. "Hauptsache ist, dass wir im Ziel ankommen", meint Fabienne, dann überlegt sie kurz. "Und Spaß haben!"

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Ernst wird es dann trotzdem: Franziska, Marie und Fabienne müssen sich für den Startschuss bereit machen. Für die Jungs steht fest, dass sie ihre Klassenkameradinnen vom Rand aus kräftig anfeuern: "Wir verlieren und gewinnen als Klasse!" Ob sich soviel Teamgeist am Ende auszahlt?

Kurze Zeit später kommen die Mädchen mit hochroten Köpfen im Ziel an. Auf die Zeiten haben sie gar nicht so richtig geschaut. Marie zuckt die Achseln: "Ich glaube, wir waren ganz gut. Jetzt müssen wir halt gucken, wie die Jungs so laufen." Die machen sich am Startpunkt bereit. Schnell tauschen die Klassenkameraden noch letzte Tipps aus und wünschen sich viel Glück, ehe der Startschuss ertönt und die Jungs losrennen. Während die noch die 2,1 Kilometer hinter sich bringen, überlegen die Mädchen, was sie mit dem Preisgeld anstellen könnten. "Wir könnten irgendwas Schönes mit der Klasse machen", meint Franziska. Falls sie in der Gruppenwertung ein Preisgeld gewinnen, fließt das in die Klassenkasse. Natürlich würde ein Preisgeld mit allen geteilt, auch wenn ja eigentlich nur die sieben gewonnen haben. Einen kleinen Vorteil wollen sie aber vielleicht trotzdem haben: "Könnte ja sein, dass wir ein Plus in Sport bekommen oder so... Wäre voll cool", träumt Fabienne. Doch über Zeugnisse nachzudenken, bleibt nicht viel Zeit. Die Jungs erreichen außer Atem die Zielgerade.

"Wir verlieren und gewinnen als Klasse!"

Die Klassenfreunde feuern sich an
Wie sie im Vergleich zu den anderen Klassen abgeschnitten haben, können sie nicht abschätzen, jetzt haben sie den sportlichen Teil erst einmal hinter sich gebracht. Als die Siegerehrung der Klassen beginnt, steigt die Spannung. Gebannt warten sie darauf, dass die Ergebnisse der Sechstklässler vorgelesen werden. Dann kommt der große Knaller: "Den ersten Platz hat belegt: Die G 6a der Heimschule!" Bei den sieben Läufern herrscht großer Jubel – obwohl es ja gar nicht ums Gewinnen gehen sollte. Neben dem Platz auf dem Siegertreppchen gibt es Geld für die Klassenkasse und Schokolade als Stärkung. Jetzt steht für sie endgültig fest: Zum nächsten Stadtlauf kommen sie wieder, als G 7a.

Über die weiteren Ergebnisse des Stadtlaufs werden wir noch berichten.

Autor: Sophie Passmann