Volker Klaiber wird neuer Park-Chef

Klaus Fischer

Von Klaus Fischer

Sa, 16. März 2013

Ettenheim

Der bisherige Unternehmenssprecher des Europa-Parks ist künftig für Technik und Tagesbetrieb im Park verantwortlich.

RUST (fi). Wer Volker Klaiber zum ersten Mal begegnet, merkt schnell: Dieser Mann ist zupackend – nicht nur beim Händedruck. Der 42-Jährige vom Schluchsee – "ich bin waschecht im Ort Schluchsee geboren" – ist einer, der die Ärmel hochkrempelt, ein Mann der deutlichen Worte, ein Hüne, der alles übersieht – und auch nicht übersehen werden will. Eigenschaften, die im Familienunternehmen Europa-Park offensichtlich überzeugen. Vor gut vier Jahren war er ins Unternehmen eingetreten, gleich ins Referat Geschäftsführung bei Roland Mack. Seit Anfang 2009 ist er Unternehmenssprecher – noch bis zum Donnerstag. Dann soll Klaiber gewissermaßen die Position des Park-Chefs einnehmen, verantwortlich für alles, was mit dem täglichen Betrieb zu tun hat.

Das mit dem Ärmel hochkrempeln ist bei Volker Klaiber keine Metapher, der studierte Forstwissenschaftler, der über die "Dimensionsstabilität von Fichtenschnittholz" promovierte, ist es von frühester Jugend an gewohnt, zuzupacken. Sein Studium hat er sich mit Akkordarbeit im Wald auch mit Arbeit auf dem Bau finanziert. Letzteres mag ihm beim Eigenheimbau in Rust durchaus hilfreich gewesen sein. So einer will nicht in die Forschung oder hintern Schreibtisch, so einer will dorthin, wo zugepackt wird, wo auch ein bisschen Ellenbogen gefragt ist. "Natürlich habe ich die Entwicklung des Europa-Parks verfolgt – auch als Forstwissenschaftler. Das hat mich alles fasziniert, vor allem diese Dynamik eines Familienunternehmens", sagt Klaiber. Und weil der Schwarzwälder vom Schlage ist "ich nehm’ mein Geschick selbst in die Hand", hat er eine Bewerbungsmappe zusammengestellt und nach Rust geschickt – einfach so, ohne dass eine Stelle ausgeschrieben war. "Irgendwie muss ich den richtigen Ton getroffen haben. Jedenfalls hat mich Roland Mack im Mai 2003 zu einem Treffen ins El Andaluz eingeladen", erinnert sich Klaiber. Es sei eine gute Unterhaltung gewesen, aber Mack habe ihm auch deutlich gemacht, dass der Europa-Park nicht gerade auf seine Bewerbung gewartet habe. "Ich bin mit leeren Händen zurück nach Freiburg gefahren, aber zugleich mit der festen Überzeugung, dass das Thema Europa-Park für mich nicht erledigt war", sagt Klaiber. War’s auch nicht. Nur wenige Wochen später meldete sich das Sekretariat von Jürgen Mack. Klaiber war drin und gleich Teil der Stabsstelle von Roland Mack.

Den Park kennt er inzwischen aus dem Effeff. Was Klaiber noch nicht wusste, das hat er in den letzten drei Monaten von Patrick Simon gelernt. Sein Vorgänger hat über 30 Jahre den Bereich Technik und Service im Park geführt und geht in Ruhestand. Klaiber tritt in seine Fußstapfen.