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18. Oktober 2016

Zu Fuß oder auf Schultern

Der Ettenheimer Stadtlauf wurde zum sportlichen Nachmittag für Läufer und Betreuer.

  1. Auch Lea (auf den Schultern) und Marc gaben mit der Mama ihr Bestes. Foto: Sandra Decoux-Kone

ETTENHEIM. Die jüngsten Bambini hatten die Nase mal wieder ganz vorne. Beim 34. Ettenheimer Stadtlauf eröffnete eine große Schar von ihnen am Sonntag das sportliche Nachmittagsgeschehen und rannte immerhin 450 anstrengende Meter weit vom Start- zum gleichzeitigen Zielpunkt an der Stadthalle.

Da begleiteten im Feld auch einige Eltern ihre jungen Sprösslinge, so etwa ein Grafenhausener Vater den zweieinhalbjährigen Richard, während Mama für Erinnerungsfotos sorgte. Eine DRK-Bereitschaftsfrau im Dienstkittel rannte sogar mit Sohn Marc an der Hand und seiner kleinen Schwester Leia auf der Schulter die vielen langen Meter ab. Schöner Lohn der Anstrengungen: Alle kamen ins Ziel, erhielten neben einigen Preisen natürlich alle eine Urkunde vom Ettenheimer Leichtathletikverein (LVE).

Der LVE hat das Laufereignis seit bescheidenen Anfängen in den achtziger Jahren längst zum festen sportlichen Ereignis der ganzen Region gemacht. Neben den Chef- Organisatoren des LVE, Carl- Anton Werber und Cornelia Maier, waren knapp 50 Vereinshelfer als Streckenposten und an Verpflegungsstationen eingesetzt, im Hintergrund unterstützt von der Feuerwehr und sicherheitshalber vom Roten Kreuz.

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Der Aufwand musste sein, denn anschließend liefen nicht nur Schüler, der Gerechtigkeit halber nach Geschlechtern getrennt (64 Mädchen und 74 Jungen), eine schon zwei Kilometer lange Runde bis in die dafür extra gesperrte Ettenheimer Altstadt hinein und zurück. Da galt es, möglichst vorne beim Junior-Cup zu sein, ob als Schulgruppe oder in Einzelwertung. Beim beliebten Jedermannslauf, an dem 52 Frauen und 81 Männer teilnahmen, mussten sogar zwei erweiterte, zusammen fünf Kilometer lange Runden bewältigt werden. Drum waren Getränkestationen unterwegs schon sehr hilfreich, zumal die strahlende Herbstsonne mit 18 Grad fast schon für zu hohe Temperaturen für Stadtläufer gesorgt hatte.

Pünktlich um 14.45 Uhr begann dann der anspruchsvolle Hauptlauf über vier große Runden durch die Altstadt mit insgesamt zehn Kilometern Länge. Daran nahmen bei weitem nicht nur laufgestählte Sportler aus der Region teil, sondern etwa auch Teams von Behörden, Vereinen und Firmen in Extrawertung. Da hieß es besonders, mit den Kräften strategisch zu haushalten. Natürlich sorgten unterschiedliche Kondition und Alter bei den 28 weiblichen und 87 männlichen Teilnehmern für ein bald recht auseinandergezogenes Feld, wurden manche Teilnehmer sogar überrundet. Doch neben besonderem Siegerehrgeiz zählte vor allem das Durchhalten und schließlich Durchbrechen der aufwändigen Messanlagen-Lichtschranke am Ziel.

27 Sponsoren hatten das Lauf- Spektakel dieses Mal unterstützt, darunter neben Firmen und Banken natürlich auch die Stadt Ettenheim. Schließlich sollte neben einem ideellen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden der Läufer auch Materielles erwirtschaftet werden, zusätzlich auch mit Vereinskaffee und -kuchen in der Halle. Es soll, wie jedes Jahr, nämlich ein Teil des Gewinns als Spende überreicht werden, dieses Mal an die "Bürgerstiftung Ettenheim".

Autor: Michael Masson