Nordische Kombination

Fabian Rießle ist in Österreich Dauergast auf dem Podest

dpa, str

Von dpa & Andreas Strepenick

So, 23. Dezember 2018 um 20:24 Uhr

Nordische Kombination

So kann es weitergehen für Fabian Rießle: Der Kirchzartener findet zu alter Leistungsstärke zurück und wurde in Ramsau zwei Mal Dritter.

Die Nordischen Kombinierer aus Deutschland haben sich mit einem Top-Resultat und zwei Podestplätzen aus dem goldenen Jahr 2018 verabschiedet. Die beiden Olympiasieger Johannes Rydzek aus Oberstdorf und Fabian Rießle von der Skizunft Breitnau wurden in Ramsau am Dachstein Zweiter und Dritter. Sie mussten sich am Sonntag nur dem Norweger Joergen Graabak geschlagen geben. Auch tags zuvor hatte hatte es Rießle, der jetzt in Kirchzarten lebt, in Österreich auf Platz drei geschafft.

"Mir hat vielleicht eine Viertelsekunde gefehlt, da müssen wir nicht groß diskutieren, was wir besser machen müssen." Johannes Rydzek
"Ich bin super happy mit dem zweiten Platz. So kann ich in aller Ruhe den Heiligabend verbringen", kommentierte Rydzek nach dem letzten Wettkampf in diesem Jahr mit einem Sprung und dem anschließenden Zehn-Kilometer-Lauf. Dem 27-Jährigen fehlten im Schlussspurt nur drei Zehntel zum ersten deutschen Sieg in diesem Winter. "Mir hat vielleicht eine Viertelsekunde gefehlt, da müssen wir nicht groß diskutieren, was wir besser machen müssen", erklärte Rydzek, der sich nun auf ein paar besinnliche Tage in seiner Heimat Oberstdorf freut. "Es gibt Wild aus dem Allgäuer Wald, dazu ein gutes Bier", berichtete der sichtlich erschöpfte Rydzek.

Auch Bundestrainer Hermann Weinbuch zeigte sich über das starke Resultat und den deutlichen Aufwärtstrend bei seinen Athleten erfreut. "Ich bin sehr zufrieden. Wir sind mannschaftlich geschlossen ganz vorne an der Spitze", sagte Weinbuch. Hinter Rydzek und Rießle landeten auch Vinzenz Geiger als Fünfter und Terence Weber als Siebter in den Top Ten. Taktisch konnte Weinbuch seinen Jungs keinen Vorwurf machen. "Sie haben in der letzten Runde alles richtig gemacht. Ich meine, dass Graabak einen schnelleren Ski gehabt hat", analysierte der jahrelange Erfolgstrainer in der ARD. Rießle, am Samstag als Dritter bester DSV-Kombinierer, meinte am Sonntag, am Ende habe "etwas das Gas gefehlt". So konnte Graabak auf der Zielgeraden das Duo noch überholen und sich seinen ersten Saisonsieg sichern. Am Samstag hatte sein derzeit überragender Landsmann Jarl Magnus Riiber den vierten Saisonsieg eingefahren.

Dieser wurde am Sonntag schon beim Springen ausgebremst. Riiber kam nach Problemen in der Anlaufspur nur auf 79 Meter. "Sie haben mir keine zweite Chance gegeben, das ist schade für mich, weil ich um das Gelbe Trikot kämpfe", sagte der Norweger. Auf den anschließenden Langlauf verzichtete er. Der fünfmalige Gesamtweltcup-Sieger Eric Frenzel patzte ebenfalls auf der Schanze und landete am Sonntag auf Rang 18 – nur einen Platz vor Manuel Faißt aus Oberried. Der 25-Jährige vom SV Baiersbronn kam mit 54,1 Sekunden Rückstand ins Ziel. Tags zuvor hatte Faißt es 1:17,8 Minuten nach Jarl Magnus Riiber ebenfalls auf den 19. Rang geschafft. Im Gesamtweltcup liegt der zweitbeste Schwarzwälder Kombinierer nun auf Platz 13, Rießle ist Gesamt-Achter. Am 16. und 17. März 2019 wird die Weltelite ihre Saison wieder in Schonach beenden.