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30. Januar 2010 19:03 Uhr

Baldenweger Hütte

Lawine am Feldberg verletzt zwei Wintersportler

Am Nordosthang des Feldbergs ist eine Schneebrett-Lawine abgegangen. Zwei Skitourengeher wurden verletzt. Die Rettung stellte die Einsatzkräfte vor Probleme.

  1. Rettung zweier Lawinenopfer in Feldberg Foto: Martin Ganz

  2. Eine Lawine am Feldberg hat zwei Wintersportler verletzt und für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Foto: dpa

  3. Eine Lawine am Feldberg hat zwei Wintersportler verletzt und für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Foto: Martin Ganz

  4. Eine Lawine am Feldberg hat zwei Wintersportler verletzt und für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Foto: Martin Ganz

Nach Angaben der Polizei in Freiburg und des Lagezentrums in Stuttgart erfasste die Lawine die beiden Menschen oberhalb der Baldenweger Hütte. Sie liegt in 1321 Meter am Nordosthang des Feldberges (1493 Meter). Auf dem höchsten Berg Baden-Württembergs lagen am Morgen an der Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes 42 Zentimeter Schnee, in weniger ausgesetzten Gipfellagen waren es bis zu 130 Zentimeter. Tagsüber habe es nur wenig geschneit.

Laut Einsatzleiter Uwe Männel von der Bergwacht Schwarzwald befanden sich die 37-jährige Skifahrerin und ihr 45-jähriger Begleiter, beide stammen aus der Region, gegen 16 Uhr im Bereich des Baldenweger Buck unterhalb des Feldberggipfels auf einer Skitour in einem offen zugänglichen Bereich. Unterhalb des Wächtenüberhanges am Baldenweger Buck wollten sie den Steilhang queren. Die Frau ging etwa vier bis fünf Meer höher als der Mann, als sie die Schneebrett-Lawine lostrat. Sowohl sie als auch ihr Begleiter wurden von den Schneemassen mitgerissen und stürzten den steilen Hang hinunter, wo sie gegen Bäume und Felsen geschleudert wurden. Beide wurden von den Schneemassen nur teilverschüttet. Der Mann befreite sich selbst, eilte der Frau zur Hilfe und alarmierte die Helfer.

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Die Bergung der Verunglückten durch die Bergrettungswachten Altglashütten, Schwarzwald und Hinterzarten gestaltete sich schwierig, da aufgrund weiter bestehender Lawinengefahr keine Fahrzeuge eingesetzt werden konnten und die Unglücksstelle nur über Umwege erreichbar war.

Eine Rettung von oben über den Baldenweger Buck war aufgrund der Wächten zu gefährlich. So fuhren die Bergretter über den Rinken mit dem Motorschlitten zur Baldenweger Hütte und von dort ging es weitere 250 Meter bergauf zu den Verletzten. Die Frau kam aufgrund ihrer schweren Verletzungen in die Unfallklinik nach Schwenningen. Lebensgefahr besteht nicht. Der Mann kam in die Helios-Kinik nach Neustadt. Im Einsatz waren zwei Rettungswagen und ein Notarzt. Der DRK Ortsverein Hinterzarten wurde von der Junioren-WM abgezogen.

Der Wirt der Baldenweger Hütte, Herbert Binder, sagte, er habe Skifahrer den ganzen Tag vor dem Skifahren gewarnt, weil es zu gefährlich sei.

Erst in der vergangenen Woche hatte, allerdings an einem anderen Abschnitt des Feldbergs, das Festival "Schulen im Schnee" Hunderte junger Menschen auf dem Höchsten versammelt. Und in der Vorwoche hatte die Bergwacht Schwarzwald in Todtnauberg noch ein Lawinenseminarausgerichtet.

ARLBERG: IM NEUSCHNEE ERSTICKT

Auch in anderen Wintersportgebieten gab es Unfälle. Ein deutscher Tourenskifahrer aus Baden- Württemberg ist im österreichischen Lech am Arlberg tödlich verunglückt. Der 69-jährige Mann sei kopfüber in den etwa einen Meter tiefen Neuschnee gestürzt, berichteten österreichische Medien. Er konnte sich vermutlich nicht mehr selbst befreien und sei erstickt.

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Autor: Toni Klein, Martin Ganz, DPA