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28. Juli 2016

Initiative im Stadtteil Stühlinger

Gruppe "Gartenleben" will mit neuem Konzept möglichst viele Kleingärten retten

1300 gesammelte Unterschriften und ein ausgearbeitetes Konzept: Die Gruppe „Gartenleben Freiburg“ hat in den vergangenen Wochen einiges getan, um ihrem Ziel näher zu kommen, dass möglichst viel Grün rund um das neue Rathaus im Stadtteil Stühlinger erhalten bleibt.

Denn der Parkplatz nördlich des Neubaus und Flächen rechts und links der Sundgauallee sind für neue Wohnbebauung vorgesehen. Dafür sollen nach derzeitigem Stand 150 Kleingärten wegfallen (die BZ berichtete).

Der Gemeinderat hat im Mai den Bebauungsplan für das neue Wohngebiet auf den Weg gebracht. Allerdings hat er auf Anträge von SPD und Unabhängigen Listen die Verwaltung auch beauftragt, bei den Planungen darauf zu achten, dass möglichst viele Gartenparzellen erhalten bleiben. "Es ist also noch alles offen", hofft Susanne Huber von "Gartenleben". Die lose Gruppierung hatte sich im Frühjahr gegründet. Sie will sich nicht nur im Stühlinger engagieren, sondern in ganz Freiburg für den Erhalt von Kleingartenanlagen kämpfen.

Entstehen sollen diverse Themengärten

Das von der Gruppe ausgearbeitete Konzept für den Stühlinger hat "Gartenleben" an die Stadtverwaltung und an alle Fraktionen geschickt, außerdem gab es bereits Gespräche mit der SPD, den Unabhängigen Listen und "Freiburg Lebenswert". Auf 24 Seiten schlägt "Gartenleben" Alternativen vor, um möglichst viel Grün zu erhalten. Ein Hauptbestandteil sind so genannte Themengärten, die nicht nur für die Kleingärtner, sondern für alle Bürger zugänglich sein sollen. Als Beispiele nennt "Gartenleben" Projektgärten für Kinder, einen Lesegarten mit öffentlichem Bücherregal oder einen "Garten der Sinne".

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Die Themengärten sollen dort eingerichtet werden, wo sowieso Kleingärtner eine Parzelle aufgeben. Um mehr Menschen in die Gartenanlagen zu locken, seien auch eine bessere Beschilderung und breitere Wege nötig, sagt "Gartenleben". Zudem möchte die Gruppe den benachbarten Eschholzpark mit in ihr Konzept einbeziehen, dort könnte sie sich zum Beispiel einen öffentlichen Bouleplatz vorstellen.

Autor: jlb