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21. Juli 2012

Neuer Vorschlag für Rathausplatz

Der Kappler Rat und Künstler Thomas Rees trug seine Ideen vor.

KAPPEL. Neue Ideen für die Aufwertung des Platzes vor dem Rathaus und der Wunsch nach einem Kunstrasenplatz für den Kappler Sportverein standen bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Kappel im Mittelpunkt.

Mit einem eigenen Vorschlag für die Neugestaltung des tristen Rathausvorplatzes überraschte Thomas Rees in der Sitzung. Der in Kappel wohnende Holzbildhauer und Künstler gehört dem Ortschaftsrat an. Zu seinen bekanntesten Objekten gehört die oberhalb Kappels stehende Skulptur "Baum der Erkenntnis" . Rees plädiert für ein optische Öffnung des Platzes zur daran vorbeiführenden Großtalstraße. Man solle das Gefühl bekommen, nicht auf einer Straße, sondern über einen Platz zu fahren – möglichst im Schritttempo. Zu den Bestandteilen seiner in der Sitzung vorgestellten Konzeption zählt auch die Verlegung der Bushaltestelle in Richtung Süden. Eine von Hecken und Büschen überwachsene Stützmauer von maximal einem Meter Höhe könnte die von den Nachbarn angemahnten Sichtschutzprobleme minimieren. Als Symbol für den in Kappel diskutierten Umgang mit Altlasten und beabsichtigen Rekultivierungen wird vorgeschlagen, den Boden der auf dem Platz stehenden historischen Bergbau-Lore zu öffnen und einen Baum so zu pflanzen, dass er eines Tages durch die Lore hindurch wächst. Während der Verbleib des Bergmann-Brunnens angestrebt wird, kann sich Rees eine Aufwertung des Rathausvorplatzes durch eine Reihe aus Holz gefertigter etwa vier Meter hoher Skulpturen mit Sitzbänken und Stehlen für erklärende Text vorstellen. Sie könnten die Fläche für die dort weiterhin notwendigen Parkplätze auf natürliche Weise begrenzen. Für die Gestaltung der Skulpturen sieht er Themenfelder wie Geschichte, Handwerk, Politik und Bergbau vor. Ortsvorsteher Hermann Dittmers kündigte an, dass die Präsentation des ortsansässigen Künstlers zusammen mit einer bereits vorliegenden Planung des Stadtplanungsamt nach den Sommerferien einer detaillierten Prüfung durch Fachbehörden unterzogen wird.

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Einig, so Dittmers, sei sich das Gremium gewesen, dass der Zustand des örtlichen Sportplatzes verbessert werden müsse. "90 Prozent der 840 Mitglieder im Sportverein sind aktiv. Die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Der miserable Platzzustand lässt Wettkämpfe kaum mehr zu", sagte Dittmers. Neben dem Hartplatz steht den Sportlern noch ein Naturrasenspielfeld und ein kleiner Tennenplatz zur Verfügung. Die Kosten, den in die Jahre gekommenen Hartplatz in einen modernen Kunstrasenplatz zu verwandeln, werden auf mindestens 350 000 Euro geschätzt. Der Rat stimmte dafür, für den städtischen Doppelhaushalt 2013/14 eine Planungsrate von 100 000 Euro zu beantragen.

Autor: Andreas Peikert