Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

21. Februar 2004

An Fasnet stechen die Wiehremer Narren in See

FREIBURGER FASNETLEXIKON (25): Die "Waldseematrosen" aus der Wiehre gibt es schon seit über 100 Jahren.

Ein beliebter Naherholungsort für die Freiburger Bürger ist seit über 100 Jahren der "Waldsee" im Möslepark. Hier kann man sich noch heute in den Sommermonaten mit dem Ruderboot auf dem dunklen See vergnügen. Am großen Karnevalsumzug des Jahres 1901 war auch die Oberwiehre bereits mit zwei Umzugswagen beteiligt, von denen der eine, gestaltet durch den Männergesangverein "Nägelesee", ein großes Segelschiff darstellte, das von Matrosen zu Pferd und zu Fuß begleitet wurde. Auch in den Folgejahren waren immer wieder die "Waldseematrosen" närrisch unterwegs, so dass es auch kein Wunder war, dass sie nach der Gründung der BNZ recht schnell um ihre Aufnahme in den Dachverband nachsuchten.

Die Aktiven der Zunft, früher nur Männer, tragen noch heute das kaum veränderte Kostüm der Gründerzeit. Zu einer schwarzen Hose wird eine himmelblaue Matrosenbluse mit weiß abgesetztem Kragen getragen. Auf dem Kopf darf die typische Matrosenmütze mit schwarzem Rand und rotem Bommel nicht fehlen. Bewusst hat die Gruppe sich dagegen entschieden, eine der im alemannischen Fasnetbrauch üblichen Holzmasken zu tragen. Sie wollen auch weiterhin ihr "wahres" Gesicht, manchmal von einem kräftigen Seemannsbart umrahmt, in der närrischen Zeit zur Schau stellen. Beim Umzug wird alljährlich ein großes, in viel Eigenarbeit selbsterbautes Segelschiff mitgeführt, das von den vier Kaltblutpferden der Brauerei Ganter gezogen wird.

Werbung


Zunftlokal ist der "Schwarzwaldblick", größere Veranstaltungen finden im Maria-Hilf-Saal statt. Auch unter dem Jahr treffen sich die "Waldseematrosen" des öfteren zu geselligen Veranstaltungen. Besonders beliebt sind die Aufenthalte und Hocks auf dem "Lorenzehäusle", einem von den Mitgliedern umgebauten Leibgedinghaus im oberen Wagensteigtal (Griesdobel).


Kontakt: Andreas Ludwig, Dischlerstraße 16, 79117 Freiburg