Öko-Ausgleich und Kunstrasen

Meike Jenrich

Von Meike Jenrich

Do, 19. Juli 2018

Freiburg Tuniberg

Opfinger Ortschaftsrat beschäftigte sich in einer zusätzlichen Sitzung mit einer Reihe von Themen.

FREIBURG-OPFINGEN. Vor allem weil die Vorlage zum Stadionneubau beim regulären Sitzungstermin vor zwei Wochen noch nicht fertig gestellt war, gab es am Montagabend eine zusätzliche Opfinger Ortschaftsratsitzung. Außerdem, so berichtete Ortsvorsteherin Silvia Schumacher (Bürger für Opfingen) im Anschluss der BZ, standen auch das Sonderprogramm Kunstrasenplätze 2019/2020, die Verwendung der Verfügungsmittel des Rates sowie – wie schon im Vorjahr – der Bebauungsplan zum neuen Fußballstadion am Flugplatz auf der Tagesordnung. Die im Rahmen der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen hatten eine erneute Entscheidung nötig gemacht. Für Opfingen relevant seien lediglich zwei ökologische Ausgleichsmaßnahmen auf Stadtteilfläche, die bereits umgesetzt wurden, so die Ortsvorsteherin.

Mit dem Sonderförderprogramm Kunstrasenplätze bezuschusst die Stadt Freiburg Sportvereine bei der Umrüstung ihrer Plätze in Kunstrasenplätze. Auch der SV Opfingen hatte einen Antrag gestellt. Dieser Antrag sei aus Sicht des Sportreferats "nachrangig zu behandeln", berichtete Schumacher. Die Sportanlage des SV Opfingen mit zwei Rasenspielfeldern (eines davon mit Flutlicht) und einem Hartplatz wurde erst im Jahr 2006 errichtet und sei somit relativ neu. Beim Verein gebe es Überlegungen, mittelfristig nicht einen Rasenplatz, sondern den Hartplatz in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Unter anderem hätten im Rat vertretende Landwirte angemerkt, dass die Rasenplätze Lebensraum vieler Insekten seien, der in Anbetracht des Insektensterbens erhalten bleiben sollte. Der Vorlage wurde mehrheitlich zugestimmt.

In der Sitzung wurde zudem über die Verwendung von Verfügungsmittel des Ortschaftsrates entschieden. Für 2100 Euro wird ein öffentlich zugänglicher Defibrillator (zur Wiederbelebung bei Herzstillstand) angeschafft. Die Volksbank Breisgau-Markgräflerland habe ihre Zusage erteilt, dass dieser in den Räumen der Opfinger Filiale angebracht werden dürfe.

750 Euro werden dem Musikverein für die Reparatur von Wandschränken zur Verfügung gestellt, und 250 Euro bekommt die Ortsverwaltung Opfingen als Zuschuss für einen Akkulaubsauger, der anstelle des aktuellen Laubbläsers angeschafft werden soll. Damit solle die "Akustik", also der enorme Lärm, der bei Arbeiten rund ums Rathaus entsteht, "gedämmt werden", so die Ortsvorsteherin.
Sitzungsdauer: 1 Stunde, 15 Minuten.
Teilnehmer: 9 von 14 Räten.
Zuhörer: 17.