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28. Januar 2014

Interview

Anke Dallmann: Wo der Männergesangverein die Toten Hosen gibt

BZ-INTERVIEW mit Stadträtin Anke Dallmann, die es auf 14 von rund 20 Neujahrsempfängen in der Stadt geschafft hat.

  1. Anke Dallmann Foto: ingo schneider

Die Neujahrsempfänge sind geschafft, die Gäste wahrscheinlich ebenso. Zu etwa 20 Empfängen stadtweit wurde am Anfang dieses Jahres geladen. Stadträtin Anke Dallmann dürfte so etwas wie die Rekordinhaberin sein: Sie hat nach eigenen Angaben 14 davon besucht. Simone Lutz sprach mit ihr über Barrierefreiheit und Neujahrsbrezeln.

BZ: Frau Dallmann, 14 Empfänge, alle Achtung. Wie sind Sie das strategisch angegangen?

Dallmann: Tatsächlich habe ich mir das richtig vorgenommen. Mir ist das wichtig, denn man sieht dort sehr viele engagierte Leute auf einem Fleck und kriegt mit, was so läuft in der Stadt. Würde man diese Informationen anderswie einholen, müsste man viel Zeit investieren. Ich glaube, ich kriege noch alle zusammen, auf denen ich war: Haslach, Regierungspräsidium, Tiengen, Opfingen, Stadt, Industrie- und Handelskammer, Wiehre, Landwasser, Weingarten, St. Georgen, bei der SPD, den Freien Wählern natürlich... hm, zwei fehlen.

BZ: Wo war’s am nettesten?

Dallmann: Der netteste war Weingarten, da darf man immer spielen. Ich musste in einem Theaterspiel durch eine selbstgebaute Tür und kam mit dem Rollstuhl nicht durch, das war ganz lustig. Und super war’s auch in Opfingen, wo der Männergesangverein "Tage wie dieser" von den Toten Hosen gesungen hat. Wie cool ist das denn?

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BZ: Was macht Ihrer Expertenmeinung nach einen guten Neujahrsempfang aus?

Dallmann: Dass es wie in Haslach politisch wird und man aufzeigt, was den Stadtteil bewegt. Da hat man Öffentlichkeit und kriegt schnell Reaktionen. Unterhaltung und Abwechslung gehört natürlich auch dazu. Wenn man beim zehnten Neujahrsempfang schon wieder Neujahrsbrezeln und Sekt kriegt, na ja, da wird’s ein bisschen trocken.

BZ: Auf dem Empfang Ihrer Partei, der Freien Wähler, im Gasthaus Kybfelsen, kam ein Gast mit Rollstuhl nicht die Stufen hoch.

Dallmann: Ja, wir feiern traditionell bei Parteimitglied Gerhard Spiecker und die Location ist nicht barrierefrei. Der Rollstuhl war groß, man hätte ihn hochheben können, aber der Gast wollte dann nicht mehr. Ich habe mit ihm telefoniert und wir nehmen das als Anregung für nächstes Mal. Rollstuhlfahrer waren dieses Jahr auf vielen Neujahrsempfängen dabei. Bei dem Thema Barrierefreiheit tut sich in Freiburg ja auch richtig viel zur Zeit.

BZ: Ihr Fazit: Hat’s Spaß gemacht?

Dallmann: Wirklich leidenschaftlich viel Spaß!

Autor: si