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09. März 2010

Bündnis für Freiburger Modellschule gegründet

Die Initiative für "Eine Schule für alle" ist nun am Start.

130 Bildungsinteressierte kamen am Wochenende zur Gründungsversammlung der Initiative "Eine Schule für alle". Viele Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und Politikerinnen und Politiker, aber unter anderem auch Vertreter der Wissenschaft, des MigrantInnenbeirats, ja, sogar des Theaters gehören nun zum Kreis der Erstunterzeichner für eine Schule des Aufbruchs in einer – an diesem Tage verschiedentlich als "öde" – kritisierten Schullandschaft.

Seit November des vergangenen Jahres ist eine Arbeitsgruppe aktiv, deren Engagement in das Freiburger Bündnis "Eine Schule für alle" münden sollte. Ausgangspunkt für die Arbeit der etwa 40 Vorbereiterinnen und Vorbereiter dieser neuen Modellschulidee für Freiburg war eine Tagung "Länger gemeinsam lernen" gewesen, und genau das ist auch Teil des nun den Initiativ-Anwärtern vorgestellten Konzepts. Eine Schule für alle Kinder und Jugendlichen – ohne "Sortiervorgänge" für die Klassen 1 bis 10. Beeindruckend für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Auftaktveranstaltung: Die vielfältigen Hintergründe und Zugänge, die Menschen veranlassten, sich hinter einen schulpolitischen Aufbruch zu stellen.

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Entscheidender Impuls für etliche unter den Anwesenden: die Kritik, gar auch der Verdruss am vierfach gegliederten Schulsystem, das bei allen Beteiligten am Schulleben Spuren hinterlässt, wie Eva-Maria Kohrs vom "Archiv der Zukunft" bei der Gründungsversammlung resümierte. Eine staatliche Schule mit anderer pädagogischer Ausrichtung soll nun nach dem Willen der Schulinitiatoren in Freiburg entstehen, ein inklusiver Schulversuch.

Wie diese andere Schule aussehen soll, wird in den kommenden Monaten konkret ausgearbeitet. Zwar wurde über Schulkultur und Schulstruktur bereits höchst konstruktiv in der vorbereitenden Arbeitsgruppe nachgedacht, beschließen aber wird die Initiative erst nach weiteren Diskussionen, wie die beantragte Schule im Detail ausschauen soll. Möglicherweise soll der Antrag bereits zum Jahresende beim Kultusministerium eingereicht werden. Zunächst aber organisiert sich die Initiative selbst: Für Mittwoch, 17. März, 19 Uhr ist zu einer Vollversammlung in die Gertrud-Luckner-Schule eingeladen. Kommen können nicht nur Gründungsmitglieder, sondern alle, die den Weg zu einer Schule für alle mitgehen wollen.

Autor: lit