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03. Januar 2011

Baureferat/Baudezernat

"Die Auswirkungen auf die Mieten lassen sich am neuen Mietspiegel ablesen"

In dem Artikel wird über die Bilanz des bald ausscheidenden städtischen Baureferenten berichtet. In kurzer Zeit Baurecht für 3000 Wohnungen in Freiburg geschaffen zu haben, ist in der Tat beeindruckend. Der Dank an Herrn Schröder-Klings ist deshalb berechtigt.

Die baulandpolitischen Grundsätze, die der Freiburger Gemeinderat im Sommer 2009 verabschiedet hat, haben aber auch eine andere Seite der Medaille. Die Mitfinanzierung von Kinderbetreuungsplätzen und hohe energetische Standards sind zwar grundsätzlich zu begrüßen. Beides führt aber letztlich beim Neubau von Mietwohnungen zu deutlich höheren Kosten.

Die Auswirkungen auf die Freiburger Mieten lassen sich am neuen Mietspiegel ablesen: Demnach sind die Neubaumieten von 2003 bis 2010 um sage und schreibe 29 Prozent angestiegen. Dies hat letztlich auch entscheidend zur Steigerung der Durchschnittsmiete im Mietspiegel 2011 beigetragen. Die erhöhten energetischen Standards führen zwar zu geringeren Heizkosten, unter Berücksichtigung von Wartung und Betrieb der zum Beispiel bei Passivhäusern erforderlichen Lüftungsanlagen sinken die Gesamtbetriebskosten jedoch im Mittel nur geringfügig.

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Deshalb sollte man der Bevölkerung offen sagen, dass die baulandpolitischen Grundsätze einerseits zu besseren Finanzierungsgrundlagen beim Bau von Betreuungseinrichtungen und zu begrüßenswerten energetischen Standards zu Gunsten der Umwelt, aber mittelbar auch zu höheren Mietbelastungen für die Bevölkerung führen. Martin Weiner, Vorstand Heimbau Breisgau eG

Autor: Martin Weiner,