Wohnbaugenossenschaft Familienheim Freiburg

Die Häuser in der Quäkerstraße werden erstmal nicht abgerissen

Simone Lutz

Von Simone Lutz

Sa, 02. Februar 2019 um 19:46 Uhr

Freiburg

Die Wohnbaugenossenschaft Familienheim Freiburg will weiter abwarten, bevor sie entscheidet, wie sie mit ihren Häusern in der Quäkerstraße 1-9 weiter verfährt.

Hintergrund sind Gespräche, die die Baugenossenschaft mit dem Baudezernat und mit Oberbürgermeister Martin Horn geführt hat.

Die Familienheim hatte angekündigt, die 1952 errichteten Gebäude in der Wiehre abzureißen und statt dessen Neubauten zu errichten. Nach massiven Anwohnerprotesten hatte die Genossenschaft im Juni 2018 entschieden, das Bauvorhaben ein Jahr zurückzustellen. Im November beschloss der Gemeinderat für das Gebiet eine soziale Erhaltungssatzung. Weil diese aber frühestens im Herbst dieses Jahres geprüft werden kann, hatte der Gemeinderat die Stadtverwaltung beauftragt, mit der Familienheim Gespräche zu führen. Eine so genannte Anwendungsvereinbarung sollte möglichst schnell eine individuelle und weniger strikte Regelung herbeiführen.

Gespräche mit OB Martin Horn

Daraufhin hatte es Gespräche mit dem OB, der Familienheim und dem Baudezernat gegeben. Wie die Baugenossenschaft nun mitteilt, hat sie daraufhin das Ansinnen in Vorstand und Aufsichtsrat beraten und als Ergebnis eine Anwendungsvereinbarung abgelehnt. Sie habe sich stattdessen, um Planungssicherheit zu erhalten, für die offizielle Klärung durch eine Erhaltungssatzung entschieden.

Bis dahin bleibt das Bauvorhaben zurückgestellt. Die Genossenschaft teilt mit: "Die Familienheim Freiburg wird das Ergebnis dieser Prüfung abwarten. Vom Ergebnis dieser Prüfung versprechen wir uns Planungssicherheit für die Entscheider der Stadt Freiburg, die betroffenen Mieterinnen und Mieter wie auch für die Genossenschaft."

Wie es im Rathaus hieß, habe OB Horn auch Gespräche mit der Bürgerinitiative "Wiehre für alle" geführt, bei der Mieter der Quäkerstraße 1-9 engagiert sind. Am kommenden Montag werde es ein weiteres Gespräch mit der Familienheim geben.