Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

16. Juni 2010 19:27 Uhr

Ein Blick in die Zukunft

Stadtverwaltung konkretisiert die Pläne für Umbau des Rotteckrings

Es geht um nichts weniger als um ein Jahrhundertprojekt. Für den Umbau des Rotteckrings liegen nach jahrelangem Ringen nun konkrete Pläne vor. Bald soll der Gemeinderat das Projekt beschließen.

  1. Künftig abends beim Theater: Platzhaus (1) mit Außenbewirtung (4), neue Uni-Bibliothek (2), Licht- und Stadtbahnmast (3), Sitzbank (5), Bächle und Rheinkiesel (6). Foto: visualisierungen: stadt Freiburg

  2. Der Rotteckring als Boulevard mit Stadtbahn (1), Sträßchen (2), näher rückendem Colombi-Park (3), Licht- und Stadtbahnmasten (4), geschnittenen Bäumen (5) und natürlich Bächle (6) Foto: ---

Die Rathausspitze sieht in der Umgestaltung des Rotteckrings den wichtigsten Impulsgeber für die Innenstadt seit Einführung der Fußgängerzone vor rund 40 Jahren. Nach jahrelangem Ringen am Ring legt das federführende Garten- und Tiefbauamt nun konkrete Pläne vor, um ins Bebauungsplanverfahren einzusteigen und die Bürger zu befragen. Am 6. Juli soll der Gemeinderat das Konzept beschließen.

Noch sind die Pläne intern. Die Gemeinderats-Ausschüsse für Umwelt sowie für Bauen und Verkehr haben sich bereits damit befasst. Anfang Juli soll das Stadtparlament das Beschlusspaket verabschieden. Die Zeit drängt. Die futuristische Bibliothek der Universität (44 Millionen Euro) soll im Jahr 2013 wieder geöffnet werden und funktioniert nur mit einem ebenerdigen, autofreien Platz davor. Der ist mit 130 auf 130 Meter der zweitgrößte nach dem Münsterplatz – eine große Chance, aber auch eine große Herausforderung.

Denn der Platz der Alten Synagoge verlangt ein würdiges Gedenken. Das soll ein Wasserspiegel erreichen, der den Grundriss der einstigen Synagoge an dieser Stelle nachbildet. Mehr Bäume, als der ursprüngliche Entwurf vorsah, sollen für angenehmes Klima sorgen, Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. Außengastronomie soll es vor der Uni-Bibliothek an der Sedanstraße geben sowie am geplanten "Platzhaus", das als eine Art Info-Zentrale konzipiert ist und die Riesenfläche Richtung Norden begrenzen helfen soll.

Werbung


Im Kernbereich liegen gelbliche Granitsteine, was die Wünsche aus der Bürgerbeteiligung nach einer flexibel nutzbaren Fläche erfüllen soll. Das Theater erhält einen "Wasservorhang" links und rechts der Treppe. Unauffällig sollen die Masten für die Stadtbahn sein und gleichzeitig als Laternen dienen. Überhaupt soll ein aufwändiges Beleuchtungskonzept den Platz in ein neues Licht tauchen.

Nördlich der Eisenbahnstraße ist der Ring als Boulevard mit geschnittenen Bäumen konzipiert, über den Autos in die Rotteckgarage gelangen. Der Colombipark kann künftig in ganzer Länge vom Ring aus betreten werden. Am Fahnenbergplatz ist eine Haltestelle vorgesehen.

Als knifflig erweist sich die Umgestaltung am Siegesdenkmal, die noch viele Fragen aufwirft. Sicher ist aber, dass der Platz aufgewertet wird und direkt an die Kaiser-Joseph-Straße anschließen wird.

Die Stadtverwaltung plant eine groß angelegte Bürgerinformation mit öffentlicher Veranstaltung am Dienstag, 13. Juli, im Konzerthaus sowie mit einer Ausstellung und einer Internetseite.

Autor: Uwe Mauch