DRUCK-SACHE

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 12. Dezember 2018

Freiburg

HAUSBESETZUNG

AfD kritisiert Krögner

Der Freiburger AfD-Kreisverband hält wohlwollende Äußerungen von SPD-Stadtrat Walter Krögner zur Hausbesetzung in der Guntramstraße 44 für verfehlt. Krögner hatte die Aktion der Hausbesetzer auf Radio Dreyeckland als "super" bezeichnet. Dass Krögner auf diese Weise Sympathie zeige, sei "unerträglich" und "ein Schlag ins Gesicht jedes gesetzestreuen Bürgers".

Lob für Aktivisten

Die Linke Liste / Solidarische Stadt stellt sich hinter die Hausbesetzung in der Guntramstraße 44. Die Besetzer hätten "ein Zeichen gesetzt", um auf Immobilienleerstände hinzuweisen. Der Wohnungsmarkt habe versagt. Die Bereitstellung von Wohnraum müsse der Staat in die Hand nehmen. Privates Eigentum sei "zu regulieren" – im Sinne des Gemeinwohls. Lob für die Hausbesetzer kommt auch von der Grünen Alternativen Freiburg. Man müsse den Aktivisten danken. Die Polizei indes hätte beim Räumen "mehr Gefühl für die Verhältnismäßigkeit" zeigen sollen.

STADTBAU

Mieterring ist zufrieden

Der Badische Mieterring begrüßt, dass Oberbürgermeister Martin Horn einen Mieterhöhungsstopp für die Wohnungen der Freiburger Stadtbau durchgesetzt hat. Dies sei ein "richtiges und wichtige Signal" für die weitere Wohnungspolitik der Stadt.

LÄRM

Rückenwind für Gegner

Die Freiburger Initiative gegen Lärm und Zwangsbeschallung verbucht das aktuelle Urteil zur Lärmproblematik am Augustinerplatz (die BZ berichtete) auch als Bestätigung fürs eigene Bemühen. Es sei zu hoffen, dass die Behörden nun strenger gegen Lärmbelästigungen vorgehen. Bedauerlich sei, dass die klagenden Anwohner nicht die konsequente Durchsetzung der Lärmrichtwerte gefordert hätten, also maximal 45 Dezibel ab 22 Uhr, sondern sich mit maximal 62 Dezibel nach Mitternacht zufriedengeben würden.

KURZSTRECKENTICKET

Ziel bleibt die Freifahrt

Die Linke Liste / Solidarische Stadt begrüßt die Einführung des Kurzstreckentickets in Freiburg. Das Fernziel bleibe aber ein – für die Nutzer – völlig kostenloses Angebot.

DIETENBACH

Keine starren Quoten

Die Freiburger CDU-Gemeinderatsfraktion lehnt weiterhin starre Quoten für die Bebauung beim geplanten neuen Stadtteil Dietenbach ab. Überzogene Anforderungen im Hinblick auf geförderten Wohnungsbau könnten das ganze Projekt gefährden. Auch die Finanzierung des Vorhabens bleibe bei der Quotendebatte in vielen Fällen oft außen vor.