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18. August 2009

DRUCK-SACHEN

Gar keine Option

Ein neues SC-Stadion im Bereich Mundenhof und Rieselfeld lehnt Andreas Roessler, Vorsitzender des BürgerInnenvereins Freiburg-Rieselfeld, rundweg ab. Dieser Standort sei weder eine ernsthafte noch überhaupt eine Option. Dies hätten bereits 1999 rund 1000 Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Rieselfeld mit ihrem massiven Protest klar gemacht, daraufhin seien damals auch die Pläne wieder in der Schublade verschwunden, zumal der SC Freiburg selbst als auch viele Politiker damals diesen Standort nicht geeignet gefunden hätten. Im Flächennutzungsplan 2020 sei außerdem die – für Roessler "unsinnige" – Ausweisung von Sportflächen an dieser Stelle von OB Salomon und Gemeinderat ganz gestrichen worden, das angrenzende Gebiet sei mittlerweile als europäisches FFH-Gebiet (FFH ist die Abkürzung für "Flora-Fauna-Habitat" und bedeutet "wo Pflanzen und Tiere leben") mit höchstmöglichem Schutzstatus ausgewiesen. Ein Sport- und Event-Stadion für 35 000 Zuschauer sei damit nicht vereinbar. Und, so Roessler: Diesmal dürfte der Protest aus dem Rieselfeld zahlenmäßig deutlich größer ausfallen, denn demnächst würden mehr als 10 000 Menschen dort leben.

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Erleichterung und Sorge

Mit Erleichterung hat die Bürgerinitiative "Wohnen ist Menschenrecht" das Scheitern des "Green Business Center" im Stadtteil Vauban zur Kenntnis genommen. Der Vorstoß der Stadtverwaltung, dass dort nun ein Gebäude mit wenigstens einigen zusätzlichen Wohnungen errichtet werden soll, habe im Vergleich damit durchaus Vorteile. Allerdings sei unklar, ob der Bau unbedingt von der Freiburger Stadtbau GmbH (FSB) verwirklicht werden müsse. Diese sei verpflichtet, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen – ob dies am Eingang zum Vauban möglich sei, ist für die Bürgerinitiative unklar. Sie sorgt sich vielmehr darum, ob die FSB ein solches Projekt überhaupt stemmen könne, ohne die notwendige Sanierung und Instandhaltung anderer Wohnungen zu vernachlässigen. Als Lückenbüßer sollte die FSB nicht dienen.

Autor: bz