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18. Februar 2017

Ein Preis als Ansporn

Die Technologiestiftung Biomed vergibt Innovationspreis an fünf junge Freiburger Unternehmen.

  1. Geehrte und Ehrende: Die Stiftung Biomed zeichnete innovative Jungunternehmer aus. Foto: Michael Bamberger

Zum 13. Mal vergab die Technologiestiftung Biomed den Freiburger Innovationspreis und hatte Erfreuliches zu verkünden: Diesmal gab es fünf statt nur vier Preisträger, weil 26 qualifizierte Bewerbungen eingegangen waren. Jedes der ausgezeichneten Unternehmen bekommt 2000 Euro und, noch besser, erringt die Aufmerksamkeit der Branche. "Das ist viel wichtiger als Geld", dankte einer der Preisträger, Fabian Höflinger.

Höflingers Unternehmen Telocate hat ein Smartphone-Navigationssystem in Gebäuden entwickelt, mit dem sich auch Blinde bestens zurechtfinden. Das Unternehmen Blue Inductive erregt Aufsehen mit einem berührungslosen Ladesystem für Elektroautos. Der Medizintechnikhersteller Hettich optimiert Laborprozesse mit Hilfe von dualer Zentrifugation. Der Maschinenbauer M10 Industries hat eine Maschine entwickelt, die bis zu 5000 Solarzellen pro Stunde verlöten kann. Das Medizinunternehmen Resuscitec rettet mit einem Kreislauf-Unterstützungssystem Leben.

Alle diese Firmen sind relativ jung, alle sitzen in Freiburg. Der Innovationspreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, unterstützt sie – damit sie Kontakte knüpfen können, damit sie forschen und ihre Produkte auf den Markt bringen.

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Von der Garagenfirma zum Weltunternehmen

Möglich machen diesen Preis neben der Technologiestiftung das Medizintechnikunternehmen Stryker und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau mit finanzieller und organisatorischer Unterstützung. Das Preisgeld mag nicht hoch sein, hochkarätig war die Festgesellschaft dennoch. Gekommen waren Repräsentanten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, unter anderem die Prorektorin für Innovation Margit Zacharias, Landtagsabgeordnete Gabi Rolland oder Vertreter von IHK und Handwerkskammer.

Den Gastvortrag hielt einer, der es geschafft hat: Rudi Mattmüller, Chef des weltweit tätigen Emmendinger Medizintechnik-Unternehmens Inomed. Sehr unterhaltsam und illustriert von historischen Schnappschüssen erzählte Mattmüller von seinem Berufsweg: Anfang in einer Teninger Garage – damals noch mit Wuschelkopf und T-Shirt –, erster Messeauftritt mit wild gemusterter Krawatte und schließlich Erfolg mit permanenter Innovation und Kundenorientierung. Eine Inspiration für die Preisträger, wie der Vorstand der Technologiestiftung, Bernd Dallmann, der Chef von Stryker Freiburg, Christoph Gerber, und Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Marcel Thimm meinten. Ihr Wunsch für die Zukunft: Endlich eine Frau unter den Ausgezeichneten.

Autor: Simone Lutz