Freisprüche aufgehoben

Einstiger "Nacktläufer" muss nochmal vor Gericht

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Di, 11. Februar 2014 um 17:50 Uhr

Freiburg

Er hat einst als "Nacktläufer" für Aufsehen gesorgt. Vor einem Jahr wurde er vom Landgericht wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt – und teilweise freigesprochen. Das war nicht korrekt, meint der Bundesgerichtshof.

Der als "Nacktläufer von Freiburg" bekannt gewordene Peter N. ist mit seiner Revision vor dem Bundesgerichtshof gescheitert. Die Staatsanwaltschaft hingegen war erfolgreich. Die Karlsruher Richter haben den Fall zurück nach Freiburg verwiesen. Jetzt muss neu verhandelt werden.

Das Landgericht hatte vergangenen März den ehemaligen Sexualtherapeuten wegen sexuellen Missbrauches von Kindern und wegen des Besitzes jugendpornografischer Schriften zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Freigesprochen wurde er damals vom Vorwurf, einen weiteren Jungen missbraucht zu haben. Das Landgericht habe jedoch seine Entscheidung "nicht tragfähig begründet", teilte der BGH am Dienstag mit.

Das gilt auch für den Freispruch eines Vaters, der angeklagt war, weil er seinen Sohn dem "Nacktläufer" gleichsam überlassen haben soll. Der BGH verlangt eine "neue tatrichterliche Prüfung". Das Landgericht hatte die Zeugenaussage des damals betroffenen Kindes nicht für glaubwürdig gehalten. Auch die Einschätzung des Landgerichts, eines von drei beanstandeten Fotos sei nicht pornografisch, teilt der BGH nicht. Als unbegründet stuft Karlsruhe die Revision von Peter N. ein.

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