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23. Februar 2009 18:29 Uhr

Freiburg nicht Green Capital

In Brüssel wurde am Montag der "Green Capital Award", der Titel einer europäischen Umwelthauptstadt, verliehen. Zwar hatte es Freiburg als kleinste Stadt ins Finale der letzten Acht geschafft, am Ende ging der Titel für 2010 jedoch an Stockholm und für 2011 an Hamburg.

"Es war von Beginn an klar, dass wir einen schweren Stand gegen vier Landeshauptstädte oder Mitbewerber mit fast zehnmal höherer Einwohnerzahl haben werden. Gemessen daran war es bereits ein großer Erfolg, unter die letzten Acht zu kommen", kommentierte Oberbürgermeister Dieter Salomon den Ausgang des Wettbewerbs. "Damit hat die EU uns attestiert, dass wir im europäischen Vergleich zur Spitzengruppe zählen." An dem Wettbewerb hatten ursprünglich 35 europäische Städte teilgenommen, zu den letzten Acht gehörte neben Freiburg und den Siegern Stockholm und Hamburg noch die britische Stadt Bristol, die dänische Hauptstadt Kopenhagen und die norwegische Hauptstadt Oslo, Amsterdam und die westfälische Universitätstadt Münster.

Der Schwerpunkt der Freiburger Bewerbung lag unter anderem auf den kommunalen Konzepten zum Klimaschutz durch den Einsatz regenerativer Energien, dem öffentlichen Nahverkehr, auf Programmen zum Wärmeschutz und zur Energieeinsparung. Daneben befasste sich die Freiburger Bewerbung mit Zielen und Maßnahmen für ein ökologisches Abfallwirtschaftskonzept, mit Luft- und Wasserreinhaltung, dem Schutz von Natur- und Landschaftsflächen und der ökonomischen Bedeutung der Umweltwirtschaft für den Standort.

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Im Januar hatte Freiburgs grüner Rathauschef Dieter Salomon die Bewerbung persönlich in Brüssel vorgestellt. An der Preisverleihung mit dem slowenischen EU-Kommissar Janez Potocznik nahm für Freiburg der Leiter des Referats Internationale Kontakte, Günter Burger, teil.

Die Auszeichnung einer "Grünen Hauptstadt Europas" war 2006 auf Initiative des ehemaligen Bürgermeisters der estnischen Hauptstadt Tallinn, Jüri Ratas, von der EU-Kommission ins Leben gerufen und 2008 erstmals ausgelobt worden. Mit dem – nicht dotierten – Preis für jeweils ein Jahr will die EU auf die wichtige Rolle der Großstädte und urbanen Ballungsräume für die Umweltentwicklung und die Lebensbedingungen der Menschen aufmerksam machen. Ein wesentliches Ziel ist dabei nicht nur die Verleihung des Titels "European Green Capital", sondern die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und der Austausch von Konzepten.

Autor: BZ