Freiburg wird zum Treffpunkt für preisgekrönte Umweltaktivisten aus aller Welt

Holger Schindler

Von Holger Schindler

Di, 07. März 2017

Freiburg

Zur sechsten Ausgabe des Internationalen Umweltkonvents werden 100 Teilnehmer aus rund 40 verschiedenen Ländern erwartet – eine bunte Truppe, denn darunter sind beispielsweise der stellvertretende Umweltminister von Bangladesch Abdullah Al Islam Jakob sowie Schauspielerin Marie-Luise Marjan alias Mutter Beimer.

Am Wochenende wird Freiburg zum Treffpunkt für preisgekrönte Umweltaktivisten aus aller Welt. Zur sechsten Ausgabe des Internationalen Umweltkonvents werden 100 Teilnehmer aus rund 40 verschiedenen Ländern erwartet – eine bunte Truppe, denn darunter sind beispielsweise der stellvertretende Umweltminister von Bangladesch Abdullah Al Islam Jakob sowie Schauspielerin Marie-Luise Marjan alias Mutter Beimer. Für die Öffentlichkeit gibt’s zwei Vorträge mit prominenten Sprechern – aber nur auf Englisch.

"Der Umweltkonvent ist, soweit wir wissen, der einzige Ort weltweit, wo sich Umweltpreisträger aus so vielen Ländern treffen und austauschen können", sagt Virginia Sonntag-O’Brien vom Kuratorium der European Environment Foundation (EEF). Diese Stiftung, die auf Initiative der Freiburger Wirtschaftsförderung FWTM gegründet und von ihr finanziell ausgestattet wurde, ist offizieller Veranstalter des Umweltkonvents.

Unter den Preisträgern, die dieses Jahr anreisen und vier Tage in Freiburg verbringen, sind beispielsweise engagierte Tierschützer, Bürgerrechtler, Energieexperten und Wissenschaftler. Ein Schwerpunktthema ist dieses Mal die politische Verfolgung von Umweltaktivisten rund um den Globus. Allein 2015 seien weltweit 185 Vorkämpfer für Umweltbelange getötet worden, sagt Virginia Sonntag-O’Brien. Der Konvent werde aus diesem Grund eine Resolution veröffentlichen, die Regierungen dazu aufruft, Unterdrückungsmaßnahmen zu beenden. "Der Aufruf wird vermutlich weit über Freiburg hinaus wahrgenommen werden", prophezeit FWTM-Chef Bernd Dallmann.

Die Wirtschaftsförderung steckt nach eigenen Angaben rund 80 000 Euro in das Event. Weitere 40 000 Euro kommen von Sponsoren und Partnern. Im Mittelpunkt des Treffens steht der Austausch der Teilnehmer. Doch es gibt auch Schnittstellen in die Stadt hinein. Beim "Young Talents Day" am 11. März etwa diskutieren die Aktivisten am United World College mit Schülern, Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern. Außerdem gibt es zwei Vortragsabende, die für jedermann zugänglich sind. Diese finden jedoch auf Englisch statt, eine Übersetzung ist nicht vorgesehen. "Wir gehen diesen Weg, weil wir Aufwand und Kosten im Rahmen halten wollen", sagt Bernd Dallmann.

Öffentliche Vorträge: Eröffnung, Donnerstag, 9. März, 18 Uhr, Historisches Kaufhaus, mit Horst Köhler ("Countering the narrative of decline"), Dieter Salomon (Begrüßung) und Eicke Weber (Moderation); Samstag, 11. März, 20 Uhr, Konzerthaus, mit Felix Finkbeiner ("Planting one trillion trees"), Tristram Stuart ("The cost of food waste"), Ernst-Ulrich von Weizsäcker (Einführung) und Bertrand Piccard (Videobotschaft). Eintritt je 8 Euro, 5 Euro ermäßigt. Vorverkauf auch beim BZ-Kartenservice.